Ludwigshafen BASF-Explosion: Betroffenes Gebäude teils einsturzgefährdet

Die Ermittlungen zur Unglücksursache verzögern sich.
Die Ermittlungen zur Unglücksursache verzögern sich.

Nach der Explosion und dem Brand in der BASF am Montag wird aktuell geprüft, ob Teile des betroffenen Gebäudes einsturzgefährdet sind. Der Brandort kann daher vorerst nicht begangen werden, teilte die Polizei auf Anfrage mit. Laut BASF wird momentan geprüft, ob Teile des Gebäudes abgestützt werden müssen.

Wann Brandermittler der Kripo vor Ort ihre Untersuchungen zur Unglücksursache aufnehmen können, ist momentan noch offen. Auch die Gewerbeaufsicht will sich am Unglücksort ein Bild davon machen, ob alle gesetzlichen Sicherheits- und Arbeitsvorschriften eingehalten worden sind. Die Aufsichtsbehörde hat dafür bereits einen Gutachter beauftragt. Nach Angaben der Polizei will auch die Staatsanwaltschaft einen Gutachter einschalten.

Bei dem Unglück am Montagmittag war aus noch ungeklärter Ursache ein organisches Lösungsmittel aus einer Anlage ausgetreten, die Aromastoffe und Vorprodukte für die Vitaminherstellung produzierte. Es kam zu einer Explosion mit Folgebrand. 18 BASF-Mitarbeiter wurden leicht verletzt – darunter sieben Feuerwehrleute. Die Anlage wurde stillgelegt. Nach Angaben der BASF werden trotz des Ausfalls in Ludwigshafen weiterhin Kernprodukte des Portfolios an Aromastoffen wie Citral, Citronellol, Linalool, Geraniol, Lysmeral und verwandte Derivate produziert.

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