Ludwigshafen Automaten ersetzen Kantine
Jahrelang konnten die Mitarbeiter der Stadtverwaltung im Ludwigshafener Rathaus in der Mittagspause die hauseigene Kantine im sogenannten Casino nutzen. Damit ist seit Ende 2017 Schluss. Auch der Kiosk hat nun seinen Dienst eingestellt. Die Alternative steht bereits fest: Getränke und Snacks können sich die Mitarbeiter der Stadtverwaltung künftig aus Automaten ziehen.
Seit 2006 waren die ABB Wirtschaftsbetriebe aus Mannheim für die Kantine der Stadtverwaltung im ersten Stock des Rathauses zuständig. Dort gab es zur Mittagszeit ein Menü, eine vegetarische Alternative sowie eine Salatbar. Für das Angebot mussten die Mitarbeiter nach Angaben der Stadt 5,30 Euro berappen. Aus Brandschutzgründen musste Ende 2016 ein Teil der rund 630 Angestellten in Ausweichquartieren untergebracht werden (wir berichteten). Derzeit arbeiten noch rund 300 Angestellte in den ersten fünf Stockwerken des Rathauses. Die Kantine im sogenannten Casino im ersten Obergeschoss des Rathauses ist schon seit geraumer Zeit nicht mehr in Betrieb. Die ABB habe den Vertrag mit der Stadt gekündigt, informiert Florian Bittler, Sprecher der Stadt. Auf RHEINPFALZ-Nachfrage teilt ein Unternehmenssprecher der ABB mit: „ABB ist seit dem 31. Dezember 2017 nicht mehr für die Kantine im Rathaus Ludwigshafen zuständig. Die Trennung hat rein wirtschaftliche Gründe.“ Das Angebot in der Kantine hätten zuletzt immer weniger Leute wahrgenommen, berichtet auch der Personalratsvorsitzende der Stadt, Stefan Limburg. Viele der Angestellten hätten sich in der Mittagspause nach draußen orientiert und die umliegenden gastronomischen Angebote genutzt. Die Meinung unter den Stadt-Mitarbeitern zur Schließung der Kantine sei zweigeteilt. „Unzufrieden sind vor allem die, die noch im Rathaus sitzen“, sagt der Personalratsvorsitzende. Alternativ hatte der Kiosk, der von den Ludwigshafener Werkstätten aus Oggersheim betrieben wurde, noch Würstchen mit Kartoffelsalat oder belegte Brötchen angeboten. „Die haben das gut gemacht. Aber auch das ist nicht wirklich angenommen worden“, berichtet Limburg. Seit Ende Juni gibt es auch dieses Angebot nicht mehr. Die Zusammenarbeit wurde auf Wunsch der Werkstätten beendet, teilt Stadtsprecherin Ulrike Heinrich mit. Eine Alternative für die verbliebenen Mitarbeiter im Rathaus steht aber bereits fest: Drei Automaten im Foyer sollen bei Hunger oder Durst Abhilfe schaffen. Jeweils ein Automat hat Heiß- und Kaltgetränke im Angebot. Ein weiterer ist mit Snacks in Form von Schokoriegeln und kleinen Kuchen bestückt, sagt Heinrich.