Ludwigshafen Ausbesserungsarbeiten

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Ludwigshafen. Tim Weber ist eines der großen Talente des RCV Böhl-Iggelheim. Nacheinander deutscher Meister und deutscher Vizemeister bei den Schülern war er, am Sonntag übte der 14-Jährige beim „Preis des Radsportzentrums“ in Ludwigshafen neue Übungen ein, um für seine erste Saison bei den Junioren gerüstet zu sein.

An der Sporthalle an der Weiherstraße arbeiten die Dachdecker. Notwendige Sanierungsarbeiten für den kleinen Verein mit Herz. Die Zahl der Mitglieder ist überschaubar, die Verantwortung stemmen Gerhard Wagner, Dieter Schneider sowie Gudrun und Rudolf Seifert. Idealisten, die das Wort Ehrenamt groß schreiben. Sie haben das ehemalige Landesleistungszentrum, das der Landessportbund Rheinland-Pfalz vor über 15 Jahren schloss, übernommen. Wagner sagt: „Wir wollten einfach diese schöne Halle für den Sport erhalten.“ Vornehmlich für den Hallenradsport. Am Sonntag fuhren die Weltmeister André und Benedikt Bugner aus Klein-Winternheim vor, und auch die Thürmer-Schwestern Julia und Nadja vom RV Mainz-Finthen, die im November vielleicht ihren ersten WM-Titel holen. Jede offizielle Übung ist besser als das beste Training. Beide Paare fuhren hervorragend. Sie sind Stars in der Kunstradszene, die froh sind über solch eine Halle, auch wenn es dort eng zugeht. Aber auch familiär. Gudrun Seifert zum Beispiel kochte Nudeln mit Sauce Bolognese. Es gab belegte Brötchen, Kaffee und Kuchen. Alle waren zufrieden. Für Tim Weber war es einmal mehr ein Testwettkampf. Er muss nun beim Übergang von den Schülern zur den Junioren seine Fünf-Minuten-Kür um fünf Übungen auf 30 aufstocken. Das geht nicht von heute auf morgen. Andere aus seinem Verein, Felix Rheinfrank, Jonas Melzer, Antonia Nowack und Paula König, sind noch nicht so weit. Sie stehen am Anfang ihrer Karriere, fuhren ihre erste Übung am Sonntag. Noch etwas orientierungslos zwar, aber Trainer Gerhard Blümmel lobte sie trotzdem: „So etwas ist nicht gottgegeben. In diesem Sport muss man hart trainieren. Die müssen sich finden und zusammenspielen. Im Training kann man nochmal anfangen, wenn etwas nicht klappt, aber heute mussten sie durchfahren.“ So haben alle mal angefangen. Vielleicht sogar in diesem Radsportzentrum, das in den 70er Jahren gebaut wurde und 2001 vom Verein übernommen wurden. Es ist das Jahr über gut ausgelastet. Rund 1200 Übernachtungen werden dort gezählt, Mieteinnahmen gibt es von Gymnastikgruppen, Lehrgängen und aus dem Saunabetrieb. Das Geld für das Dach, rund 30.000 Euro, muss ja irgendwo herkommen. „Ich denke, wir können 20.000 Euro selbst stemmen, und dann müssen wir noch Zuschüsse beantragen“, sagte Wagner. (ku)

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