Ludwigshafen Ausbau neuer Lkw-Abfertigung bei der BASF läuft
„Wir gehen weiterhin von einer Inbetriebnahme im ersten Halbjahr 2022 aus“, teilte der Ludwigshafener Chemiekonzern auf RHEINPFALZ-Anfrage mit. Das Projekt auf Frankenthaler Gemarkung soll im Hinblick auf die Verkehrsprobleme mit den Hochstraßen in Ludwigshafen die Infrastruktur beim Zulieferverkehr in Werk entlasten.
Die kurzfristige Sperrung der Hochstraße Süd und der verschobene Abriss der Hochstraße Nord waren für den Chemiekonzern Alarmzeichen. Die Befürchtung: Innerhalb kürzester Zeit könnte es durch den Ausfall wichtiger Verbindungsstraßen zu Verkehrsproblemen im Innenstadtbereich kommen, die sich mit Staus auch auf die Zufahrt zum Werk auswirken könnten. Davon könnte nach BASF-Einschätzung insbesondere das Werkstor 11 an der Brunckstraße in Friesenheim betroffen sein. Rund 1000 Lkw werden dort täglich abgefertigt. Daneben gibt es eine Lkw-Abfertigung ganz im Norden des Werks an Tor 15 am Kombiverkehrsterminal, das bisher eine Kapazität von rund 1200 Fahrzeugen pro Tag hat. Um die befürchteten Probleme zu vermeiden, will das Unternehmen die Lkw-Abfertigung nun ganz nach Norden verlagern.
Bis zu 1200 Lkw am Tag
Dabei spielt die Logistikfläche an der Kläranlage eine wichtige Rolle. Täglich sollen dort bis zu 1200 Lkw die für den Transport von Gefahrgütern notwendige Kontrolle durchlaufen. BASF-Mitarbeiter checken dabei Papiere und Fahrzeuge und schicken die Lkw weiter in Richtung Tor 15. Auf dem Gelände wird Platz sein für 220 konventionelle Sattelzüge und 16 sogenannte Gigaliner.
Bezüglich der sogenannten Nordroute, über die nach Vorstellung der BASF künftig Sattelzüge direkt von der Kläranlage ins Stammwerk fahren könnten, gebe es noch keinen neuen Planungsstand, erklärte der Konzern. Das Unternehmen stehe zu seiner Zusage, den Neubau einer neuen, breiteren Brücke inklusive Fuß- und Radweg über die B 9 bei Mörsch finanziell zu unterstützen.
Das Projekt ist umstritten. Naturschützer kritisieren den geplanten Bau der zwei Kilometer langen Straße im Landschaftsschutzgebiet „Hansenbusch“. Auch die Verkehrsinitiative Ludwigshafen macht dagegen mobil.