Ludwigshafen Aufgerüstet im Abstiegskampf

Fühlt sich wohl im Zweitliga-Team des BASF TC: Nicola Kuhn.
Fühlt sich wohl im Zweitliga-Team des BASF TC: Nicola Kuhn.

«Ludwigshafen.» Überraschung bei den Herren des BASF TC Ludwigshafen: Zum Auswärtsspiel in der Zweiten Tennis-Bundesliga, heute, 13 Uhr, bei der Spielvereinigung Hainsacker bieten die Ludwigshafener erstmals in dieser Saison Constant Lestienne und den Rohdiamanten Nicola Kuhn auf. Kuhn hat ein Österreicher inspiriert, heute zu spielen.

Unverhofft kommt oft. Das gilt auch für BASF-TC-Teammanager Robert Pfeffer. Zwar sei der Kontakt zu Kuhn nie abgebrochen, aber die Vorgabe des Youngsters war klar: Nachdem ihn eine Fußverletzung in der Weltrangliste von Position 169 wieder auf 368 abrutschen ließ, wollte er Punkte sammeln und langsam wieder nach oben klettern. „Aber es ist in den letzten Wochen nicht so gut gelaufen“, kommentierte der 18-Jährige seinen Auftritt bei den jüngsten Challenger-Turnieren in Scheveningen und Braunschweig, wo er gerade einmal eine Runde überstand. „Ich spiele wieder mit meinem alten Schläger“, kommentierte er. Auch im Training wechselte er zu Ivan Navarro. „Da kam im Team die Idee, dass wir ja auch in der Bundesliga Wettkampfpraxis sammeln können.“ Überzeugt hat Kuhn auch der Auftritt von Dominic Thiem vorige Woche bei GW Mannheim. Der Österreicher spielte gegen Weinheim in der Bundesliga. Das inspirierte Kuhn. Seit Mittwoch bereitete sich Kuhn im Ludwigshafener Zweitligateam auf weitere Aufgaben vor. Die heißt zunächst einmal Hainsacker. „Ich weiß nicht, wie Hainsacker gegen uns stehen wird, aber wenn wir alle unser Bestes geben, dann haben wir dort sicher eine Chance“, ist sich Kuhn sicher. „Ich war ja nie weg. Über unsere interne WhatsApp-Gruppe war ich immer auf dem Laufenden und habe mich über Siege gefreut.“ Das galt allerdings eher für die vergangene Spielzeit. In dieser Saison gab es noch nichts zu feiern. Das soll sich heute ändern. Dank des Franzosen Constant Lestienne und auch dank Kuhn, die heute die Doppelspitze des BASF TC bilden werden. Es hätte noch besser kommen können. „Victor Galovic hatte uns für dieses Wochenende ursprünglich zugesagt“, sagte Pfeffer. Aber der Kroate hat sich aktuell bei den Swiss-Open in Gstaad bis ins Viertelfinale vorgekämpft, dabei den an fünf gesetzten Robin Haase aus dem Rennen geworfen. „Er ist aktuell toll in Form“, sagt Pfeffer. Auf aufsteigende Form hofft nun auch Kuhn, dem die Tage im Club offensichtlich gut getan haben. „Ich fühle mich in Ludwigshafen in dieser Mannschaft wohl.“ Ein Einsatz vor eigenem Publikum scheint in dieser Saison wohl wirklich ausgeschlossen. „Nächste Woche spiele ich bei einem Challenger-Turnier in Sopot und dann war ich drei Wochen am Stück unterwegs und fliege dann wohl wieder zurück nach Spanien“, sagt er. Überraschungen sind nicht ausgeschlossen, was sowohl Coach Pfeffer, die Mannschaft und auch die Zuschauer an der Weiherstraße freuen würde.

x