Ludwigshafen Auf ungewohnter Position

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LUDWIGSHAFEN. Der personelle Schachzug ging nicht ganz auf. Marc Barisic, jüngster Akteur beim Fußball-Oberligisten FC Arminia Ludwigshafen, spielte bei der Auftaktniederlage in Hauenstein als Mittelstürmer. Ob das beim ersten Heimspiel in der neuen Saison gegen Wirges der Fall sein wird, lässt Co-Trainer Stefan Malz offen (Anpfiff 15 Uhr, Sportanlage Rheingönheim).

Im ersten Saisonspiel des FCA in Hauenstein überraschte Arminias Co-Trainer Stefan Malz mit einem personellen Schachzug, den so wohl niemand erwartet hatte: Marc Barisic, mit 18 Jahren der Jüngste im Kader und bisher in Mittelfeld und Abwehr eingesetzt, lief als Mittelstürmer auf. „Ich sehe seine Stärken in der Offensive“, erklärt Malz die Nominierung von Barisic in der Spitze. Zudem könne ein beweglicher, spielstarker Akteur den hünenhaften Innenverteidigern der Hauensteiner Probleme bereiten, so die Überlegung von Malz. „Marc hat sich nach Anlaufschwierigkeiten gut behauptet und Freistöße herausgeholt“, findet der Ex-Profi. Malz nennt noch einen weiteren Grund, den Youngster ganz vorne aufzubieten: „Manchmal ist er etwas schlampig im Passspiel und leistet sich leichte Ballverluste. Das ist im Angriff nicht so gravierend wie weiter hinten.“ Schon in der vergangenen Saison machte Barisic viele gute Aktionen und überraschende Ballgewinne mit leichtsinnigen und riskanten Pässen zunichte. Der junge Kroate war nicht überrascht, im Sturm zu spielen. „Das hat sich in der Trainingswoche angedeutet. Da habe ich in Spielformen oft vorne agiert“, sagt Barisic. Anfangs sei es in Hauenstein schwer gewesen, aber mit Fortdauer des Spiels habe er sich mit der Position angefreundet. Fast wäre der in Mannheim geborene Linksfuß gar nicht mehr bei der Arminia. In der Vorbereitung absolvierte er ein Probetraining beim Regionalligisten Neckarelz. „Gegen die haben wir im Winter ein Vorbereitungsspiel gemacht und vor ein paar Wochen haben sie mit meinem Vater Kontakt aufgenommen“, berichtet Barisic. Das Vorspielen bei den Nordbadenern war allerdings nicht von Erfolg gekrönt – Neckarelz sagte ab. „Schade, es wäre schön gewesen, eine Liga höher zu spielen“, bedauert Barisic. Der größte Unterschied zwischen Ober- und Regionalliga sei das Spieltempo. Ob Barisic, der noch bis 2016 unter Vertrag steht und beruflich in Richtung Sport- und Fitnesskaufmann tendiert, gegen Wirges erneut ganz vorne aufläuft, ist fraglich. „Das überlege ich mir noch, es kann aber gut sein“, sagt Malz. Sollte Barisic wieder im Zentrum spielen, kann er sich Tipps von seinem Vater Goran geben lassen. Der war in seiner Glanzzeit ein gefürchteter Mittelstürmer und Torjäger beim damaligen Oberligisten Südwest Ludwigshafen. (thl)

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