Ludwigshafen Auf Tuchfühlung

MUTTERSTADT. Mit Ralph Bösling kam bei den Oberliga-Volleyballerinnen des SC Mutterstadt der Erfolg zurück. Am Wochenende ließ der SCM dem VfL Oberbieber beim 3:0 (25:20, 25:19, 25:17) keine Chance. „Eines ist gewiss: Es wird bis zum letzten Spieltag spannend bleiben“, prognostizierte Bösling.
Hinter Spitzenreiter TGM Mainz-Gonsenheim ist es in der Tabelle eng geworden. Mutterstadt ist derzeit Vierter. „Wir spekulieren auf den zweiten oder dritten Platz“, sagte der SCM-Coach, der ein stark spielendes Team sah. Die SCM-Damen setzten alle Vorgaben bravourös um, behielten selbst in hektischen Phasen einen klaren Kopf. Mutterstadt musste mit einem stark dezimierten Kader auskommen, denn gleich vier Spielerinnen fielen krankheitsbedingt aus. Der erste Satz war zu Beginn von Nervosität geprägt. Im Laufe der Zeit bauten die Gastgeberinnen die Führung über ein 18:11 und 20:13 aus. Mutterstadt ließ auch in der Schlussphase nicht locker, gewann Durchgang eins mit fünf Zählern Vorsprung. Im zweiten Satz lief es zunächst alles andere als rund für die SCM-Damen. Nahezu keine Annahme konnte nach vorne gebracht werden. Häufig verschätzten sich die Bösling-Schültzinge bei Länge und Flugbahn, lagen dementsprechend schnell mit 0:6 zurück. Beim Stande von 0:8 nahm der Coach eine Auszeit, schwor die Truppe nochmals ein. „Aber irgendwie machten wir uns das Leben selbst schwer. Zu unpräzise in der Zonenauswahl waren unsere gespielten Angriffe und das ein oder andere unerklärliche Missverständnis beherrschte unser Spiel“, erklärte Bösling. Oberbieber lag zwischenzeitlich mit 12:6 und 16:9 in Führung. Ein erneuter Weckruf war nötig und zeigte Erfolg. Sophie Beutel am Aufschlag fand die Lücken und vorne wurde der Block dicht gemacht. Mutterstadt kam immer näher. Julia Zywitzki durfte beim Aufschlag neunmal ran. Vorne setzen Nadine Lahres mit treffsicheren Angriffen und das Duo Lydia Martsch und Isa Kaufmann mit gewaltigen Blocks die Akzente. Jede Gegenwehr wurde von Libera Elena Diamantopoulou in der Verteidigung zunichte gemacht. Mutterstadt drehte den Satz. „Das war eine satte Leistung“, meinte Bösling anerkennend. Im dritten Satz ließen sich Mutterstadts Damen die Butter nicht mehr vom Brot nehmen. Michelle Müller konnte über die Mitte stark punkten, Sophia Beutel wusste in jeder Situation, die entsprechenden geeigneten Zonen anzuspielen. (kia)