Ludwigshafen „Auf die Cola freue ich mich am meisten“

«Maxdorf.»30 Sprint- und zehn Olympische Distanzen hat der Ludwigshafener Reiner Kripp schon bestritten. Doch morgen, Sonntag, soll sein großer Tag werden. Erstmals wird der 53-Jährige BASF-Mitarbeiter die Maxdorfer Mitteldistanz in Angriff nehmen. Angst vor der Tortur hat Kripp keine.
Nachdem ich letztes Jahr verletzungsfrei am BASF Triathlon-Cup teilgenommen hatte, war mir klar, dass ich es noch einmal in Maxdorf versuchen möchte. Zweimal war ich schon auf der Meldeliste. Aber wegen Verletzung und Erkältung konnte ich jeweils nicht starten. Der dritte Versuch wird definitiv der letzte sein. Maxdorf ist nicht die einfachste Mitteldistanz. Unter anderem müssen die Starter zweimal mit dem Rad die Lindemannsruh hoch. Warum sollte es bei Ihrer Premiere ausgerechnet Maxdorf sein? Es war weniger der Wunsch, eine Mitteldistanz mit diesen Höhenmetern zu machen. Maxdorf fehlte mir einfach noch in der Sammlung der Triathlons in der näheren Umgebung. Zwei Kilometer Schwimmen, 90 Kilometer Rad und dann knapp 20 Kilometer Laufen – das ist kein Pappenstiel. Geben Sie uns mal einen Einblick in die Vorbereitung auf den Wettkampf. Zwei bis vier Kilometer Schwimmen pro Einheit, längere Tagesradtouren und Zwei-Stunden-Läufe standen die letzten drei Monate öfter auf dem Programm. Das Training am Berg fand meistens daheim auf der Rolle statt. Ein Trainingsaufenthalt im Tannheimer Tal zwei Wochen vor Maxdorf war seit längerer Zeit fest eingeplant. Glaubt man erfahrenen Triathleten, spielt das Mentale eine enorme Rolle. Wie haben Sie sich darauf vorbereitet? Überhaupt nicht. Ein Triathlon fängt mit meiner Lieblingsdisziplin, dem Schwimmen, an. Auf was freuen Sie sich im Ziel am meisten? Auf Cola, denn die gibt’s nur nach Wettkämpfen. Und Melonen.