Ludwigshafen ASB-Angebot soll weiter ausgebaut werden

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Der Ludwigshafener Kreisverband des Arbeiter-Samariter-Bunds (ASB) schwirrt überall herum, wo Menschen Hilfe brauchen. Ob bei der Suche nach einem Marathonläufer im Kaukasus, beim Essen auf Rädern für Senioren und Kranke oder mit dem Katastrophenschutz bei der Oppauer Gasexplosion. Das geht aus der Jahresbilanz des ASB-Kreisverbands hervor.

Kreisvorsitzender Holger Scharff und Kreisgeschäftsführer Jürgen Juchem verbuchen das Jahr 2014 als ein erfolgreiches für den ASB-Kreisverband Ludwigshafen. Im Bereich Breitenausbildung habe der ASB mit seiner engagierten Mannschaft vergangenes Jahr 1574 Bürger in Erster Hilfe ausgebildet – 230 Jugendliche, 25 Schulsanitäter und 1319 Erwachsene. Damit wurde die Anzahl der Ausbildungen um rund 100 Personen gesteigert. Künftig will der Kreisverband die Breitenausbildung vor allen im Bereich der Schulsanitätsdienste sowie mit Angeboten an Schulen und Kindertagesstätten weiter ausbauen. Als zusätzliches Angebot sind für dieses Jahr Firmenschulungen geplant. „Im Rettungsdienst haben wir zehn Fahrzeuge im Einsatz und 16.000 Einsätze gefahren“, teilt Vorsitzender Scharff mit. Der Katastrophenschutz des ASB sei bei der Gasexplosion in Oppau im Einsatz gewesen und die Rettungshundestaffel habe im Kaukasus einen verschollenen Marathonläufer gesucht. Die Sanitätsdienste des ASB haben laut Scharff vergangenes Jahr 55 Einsätze verbuchen können – das ist einer weniger als 2013. Wie gewohnt seien in dem Bereich vor allem die Stammkunden eine verlässliche Größe, der Bund habe es aber auch geschafft, das Vertrauen von neuen Auftraggebern zu gewinnen. Der Menüservice des ASB wurde in den vergangenen zwei Jahren ausgebaut. 2014 lieferte der Kreisverband an 365 Tagen im Jahr rund 59.000 Essen aus, was im Vergleich zu den 54.000 Essen des Vorjahrs eine merkliche Steigerung darstellt. Als Erfolg bezeichnen Scharff und Juchem auch die Arbeit im Ambulanten Pflegediensts. Dank engagierter Mitarbeiter sei der Bereich ebenfalls ausgebaut worden. Ergänzende Leistungen wie Einkaufsdienste, Begleitungen bei Spaziergängen, Besuchsdienste und der Hausnotruf runden das Programm des ASB ab. Für 2015 sind als zusätzliche Erweiterung des Angebots zur Betreuung von Pflegebedürftigen Schulungen für pflegende Angehörige geplant. Im Bereich des Freiwilligenengagements war der Kreisverband 2014 wieder beim städtischen Angebot „Urlaub ohne Kofferpacken“ in Ramsen dabei, hat Senioren bei Tagesaktivitäten betreut und einen Frühlingsnachmittag bei Kaffee und Kuchen für seine Senioren gestaltet. Für 2015 steht die Weiterentwicklung des Mentorenprogramms an. Dafür sucht der Kreisverband nach Bürgern, die sich auf Zeit für einen bestimmten, selbst gewählten Bereich ehrenamtlich engagieren wollen. Beispiele sind gemeinsame Arztbesuche, Vorlesen, gemeinsames Einkaufen und ähnliche Aktionen. Die Geschäftsstelle des ASB wurde in den vergangenen Jahren Stück für Stück modernisiert. Nach abgeschlossenen Arbeiten im Innenbereich 2013 hat der Bund das Gebäude 2014 auch energetisch saniert. Der Kreisverband Ludwigshafen beschäftigt derzeit 68 hauptamtliche Mitarbeiter, 26 Helfer im Freiwilligendienst – also während eines Freiwilligen Sozialen Jahrs (FSJ) oder im Bundesfreiwilligendienst (BFD) – und mehr als 90 ehrenamtliche Helfer. Berufsausbildungen bietet der ASB in den Bereichen Altenpflegefachkräfte, Kaufleute für Bürokommunikation, Rettungsassistenten, Rettungssanitäter und Notfallsanitäter an. „Der Arbeiter-Samariter-Bund Ludwigshafen ist für die Zukunft gut gerüstet und wird sich auch weiterhin für die Menschen in Ludwigshafen und darüber hinaus einsetzen“, sind Kreisvorsitzender Holger Scharff und Kreisgeschäftsführer Jürgen Juchem überzeugt. (rhp/yns)

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