Fußball RHEINPFALZ Plus Artikel Arminia Ludwigshafens Umbau zahlt sich aus

Einsatz abgepfiffen: Der Pirmasenser Michael Müller geht gegen den Ludwigshafener Torwart Robin Schneider etwas zu engagiert zu
Einsatz abgepfiffen: Der Pirmasenser Michael Müller geht gegen den Ludwigshafener Torwart Robin Schneider etwas zu engagiert zu Werke.

Oberligist FC Arminia Ludwigshafen hat seine Serie mit einem respektablen 0:0 beim FK Pirmasens ausgebaut. Die Rheingönheimer sind jetzt seit zwölf Partien ohne Niederlage.

Arminias Trainer Chris Chorrosch hatte sich vor dem Spiel etwas einfallen lassen und seine Herangehensweise modifiziert. Er hatte die zuletzt aufgebotene Formation auf zwei Positionen verändert. Für die Stürmer Noah Maier und Giuliano Cultrera standen die Defensivspieler Lukas Kerbernik und Pascal Nicklis in der Startformation. Dazu hatte er taktische Korrekturen vorgenommen und auf eine Dreierkette umgestellt, die bei Ballbesitz der Pirmasenser zu einer Fünferkette erweitert wurde. Die Idee mit dem etwas vorsichtigeren Ansatz ging auf und war die Basis für den Punktgewinn. Zwei eher defensiv ausgerichtete Mittelfeldspieler (Ricardo Antonaci und Philip Krischa) komplettierten den Abwehrblock.

„Die Pirmasenser schlagen häufig Diagonalbälle aus dem Zentrum auf die Flügel. Das hat uns bei den Niederlagen im Hinspiel und im Pokal-Halbfinale Probleme bereitet. Dieses Mal hatten wir eine größere Breite in der letzten Reihe, was sich positiv ausgewirkt hat“, spricht Chorrosch einen Teil seines Planes an, der aufgegangen ist. Der FKP habe zwar die größeren Spielanteile gehabt, doch vor allen in der ersten Halbzeit verbuchte die Arminia dank zahlreicher guter Umschaltaktionen ein Chancenplus.

2:0-Führung zur Pause wäre möglich gewesen

So hatte zunächst Bastian Hommrich eine Möglichkeit, als sich die Gäste gut durchsetzten und er nach einer Flanke von Steffen Straub auf ersten Pfosten abschloss. Dann spielte der FCA prima in die Tiefe, Nathaniel Esslinger bediente Mittelstürmer Adnan Rizvanovic, der aber den Torhüter anschoss. „Zur Pause hätten wir gut und gerne mit 2:0 führen können“, verdeutlicht der Coach. Dabei bezieht er die dritte gute Gelegenheit mit ein, als Hommrich am überragend reagierenden Pirmasenser Torwart Benjamin Reitz scheiterte. Die Gastgeber wurden laut Chorrosch nur bei einem Distanzschuss aus 20 Metern gefährlich.

Im zweiten Abschnitt drängte Pirmasens auf das Führungstor und erarbeitete sich ein deutliches Übergewicht, aber nur zwei klare Chancen. Die Gäste, die prima verteidigten, hielten ihren Kasten sauber. Ein Sonderlob hatte der Trainer für Innenverteidiger Jhon Mosquera parat: „Er war unglaublich zweikampfstark. Es war sein bisher bestes Spiel für uns.“ Chorrosch sieht sich nach der runden Leistung bei einem Aufstiegskandidaten in seiner Prognose bestätigt. Er hatte im Winter prophezeit, dass der FCA, wenn er Intensität und die Besetzung des gegnerischen Strafraums verbessert, seine Punktausbeute signifikant steigern werde. In Verbindung mit einer stärkeren Chancenverwertung ist es so gekommen.

x