Fussball Arminia Ludwigshafen verliert in Diefflen
In sieben Partien hat der FCA bei den Saarländern nur einen Punkt geholt. Bitter deshalb, weil die Gäste etliche große Gelegenheiten ausließen.Trainer Chris Chorrosch musste das Team nach dem 2:1-Derbysieg gegen Mechtersheim auf zwei Positionen umstellen. Für den am Oberschenkel verletzten Rik Hiemeleers und Urlauber Steffen Straub rückten die jungen Jannik Dörr und Hasan Yalcinkaya (beide 19) erstmals in die Startformation. „Wir haben taktisch umgestellt und anfänglich in der Abwehr mit einer Dreierkette agiert“, informiert der Coach, der Bastian Hommrich und Noah Maier als Doppelspitze aufbot. Die veränderte taktische Ausrichtung schien sich auszuzahlen, denn im ersten Abschnitt verteidigte die Arminia sehr kompakt und ließ kaum Möglichkeiten der Gastgeber zu.
Allerdings fehlte der Ertrag, denn Maier ließ zwei sehr gute Gelegenheiten ungenutzt. Besser machten es die Saarländer bei ihrem zugegebenermaßen gut über den Flügel vorbereiteten Führungstreffer (36.). „Der Stürmer hat sich gekonnt im Eins-gegen-eins durchgesetzt und nach seinem Querpass hatte der Torschütze keine Mühe zu vollstrecken“, schildert der 35-jährige Chorrosch den Treffer. Der sorgte dafür, dass Diefflen in einer ausgeglichenen ersten Halbzeit, in der der Arminia-Übungsleiter seine Mannschaft besser im Spiel sah als den Gegner, mit einer Führung im Rücken in die Kabinen ging.
Nach einer knappen Stunde erhöhten die Einheimischen in Anschluss an einen Eckball mit einem Kopfballtor auf 2:0 (56.). Ein Treffer, der die Rheingönheimer jedoch nicht aus der Bahn warf. „Danach haben wir auf ein 4-3-3 umgestellt, dadurch unser Anlaufverhalten verändert und noch mehr Zugriff bekommen“, erklärt Chorrosch. Der Trainer brachte mit einem Doppelwechsel zwei frische Akteure, was sich auszahlte. Einem von ihnen, Adnan Rizvanovic, gelang nach einem Pass von Kapitän Nico Pantano in die Schnittstelle der Dieffler Abwehr der Anschlusstreffer (63.). Es war sein erste Oberligator.
„In der Folgezeit hatten hatte wir glasklare Chancen für Rizvanovic, der am gegnerischen Torwart scheiterte und für Ricardo Antonaci, der nach Rizvanovics Vorarbeit am Tor vorbeischoss. Ich bin überzeugt davon, dass wir gewinnen, wenn uns da das 2:2 gelingt“, ärgert sich der Coach. Doch da dies nicht geschah, nahm die Begegnungen den für die Arminia ungünstigen Verlauf. Denn fast im Gegenzug nach der letzten großen Möglichkeit gelang den Platzherren mit einem Kontertor das 3:1, mit dem Diefflen auf die Siegerstraße einbog (77.). Das 4:1, das die Einheimischen nach einer Flanke aus dem Halbfeld per Kopfball erzielten, war für den Ausgang nicht entscheiden d (80.).
„Gewonnen hat nicht die bessere, sondern die effektivere Mannschaft. Wir hatten nach der Pause die größeren Spielanteile und besseren Chancen, aber Diefflen war effektiver“, resümiert Chorrosch. Aktuell fehle seinem Team, dem er keinen Vorwurf machen könne, noch Kaltschnäuzigkeit und Spielglück. Er sei stolz darauf, wie die Arminia nach dem Rückstand reagiert und das Spiel in die Hand genommen habe. „Es war ein Schritt nach vorne, auch wenn diese Einschätzung vom Ergebnis nicht gestützt wird“, betont Chorrosch, der den FCA auf einem guten Weg sieht.