Ludwigshafen Arbeitsmarkt: Firmen stellen wieder ein

Licht am Ende des Tunnels? Die Arbeitsagenturzahlen zeigen eine leichte Belebung des Arbeitsmarkts.
Licht am Ende des Tunnels? Die Arbeitsagenturzahlen zeigen eine leichte Belebung des Arbeitsmarkts.

Die Frühjahrsbelebung auf dem Arbeitsmarkt ist weniger groß ausgefallen als in den Vorjahren. Der Stellenmarkt erholt sich, aber die Anzahl der Arbeitslosen ist weiterhin hoch. Ein Jahr Corona hat Spuren in Ludwigshafen hinterlassen.

In der Stadt Ludwigshafen waren im März 9465 Menschen arbeitslos gemeldet (79 weniger als im Vormonat). Vergleicht man jedoch die Zahlen mit dem März 2020, als die Pandemie ausbrach, zeigt sich: Es gibt rund 1450 mehr Arbeitslose als vor einem Jahr. Dies spiegelt sich in der Quote wider: Die Arbeitslosenquote sank im Vergleich zum Februar um 0,1 Prozentpunkte auf 10,1 Prozent, vor einem Jahr lag sie noch bei 8,7 Prozent.

Die Entwicklung in Ludwigshafen findet sich auch in der Arbeitslosenstatistik der Agentur für Arbeit für die Region Vorderpfalz: Ende März waren hier 17.378 Menschen ohne Job gemeldet. Die Arbeitslosenquote lag im März bei 7,4 Prozent, vor einem Jahr noch bei 6,2 Prozent. Nach Einschätzung der Agentur gibt es aber Anzeichen für eine Erholung: „Die Arbeitslosigkeit liegt immer noch 21 Prozent über dem Niveau des Vorjahres. Ein direkter Vergleich zu 2020 macht zudem deutlich, dass die Frühjahrsbelebung dieses Mal nicht so dynamisch ausgefallen ist. Dennoch sind wir angesichts des Stellenmarkts, der sich allmählich erholt, zuversichtlich, dass in den kommenden Wochen wieder mehr Menschen eine Arbeitsstelle finden werden“, sagt Benjamin Wehbring, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Ludwigshafen.

Zuwachs bei offenen Stellen

Der Bedarf an Personal sei vorhanden und nehme weiterhin zu. 22 Prozent beträgt der Zuwachs bei den neuen gemeldeten Stellen (753), die damit fast das Niveau des Vorjahres erreicht haben. Der Stellenbestand umfasst aktuell 2927 Jobangebote. Etwas verhaltener sieht es dagegen auf dem Ausbildungsmarkt aus. Wegen der Pandemie scheinen viele Firmen unsicher in Bezug auf die Ausbildung des eigenen Nachwuchses zu sein, meint die Agentur. Das zeige ein leichter Rückgang der gemeldeten Ausbildungsstellen. Auch auf Seiten der Jugendlichen gebe es Unsicherheit. Berufsberatung könne nicht wie sonst üblich in den Schulen stattfinden kann, auch Praktika fallen weg. Aktuell seien noch 1266 Jugendliche auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz. Die Arbeitsagentur bietet trotz Corona weiter Berufsberatung an, wirbt Webring.

In den Nachbarkommunen gibt es folgendes Bild: Im Rhein-Pfalz-Kreis liegt die Arbeitslosenquote bei 4,5 Prozent (Vorjahr 3,7 Prozent). In Mannheim beträgt die Quote 7,6 Prozent (Vorjahr: 6 Prozent).

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