Ludwigshafen Arbeitslosenzahl ist leicht gewachsen

Die Zahl der Arbeitslosen in der Vorderpfalz ist im Juli angestiegen. In Ludwigshafen, Speyer, Frankenthal und dem Rhein-Pfalz-Kreis waren 14.285 Frauen und Männer ohne Job bei der Agentur für Arbeit gemeldet. Davon waren in Ludwigshafen 9325 Menschen registriert – ein Plus von 426 Personen im Vergleich zum Vormonat. Die Arbeitslosenquote in der Stadt lag bei 8,8 Prozent.
Die Arbeitsagentur führt mehrere Gründe für diese Entwicklung an: In diesem Jahr sei der Anstieg vor allem auf die Gruppe der Asylbewerber zurückzuführen. Außerdem gebe es saisonale Effekte. Viele Flüchtlinge hätten nun ihre Integrationskurse abgeschlossen und stünden dem Arbeitsmarkt zur Verfügung, hätten aber bisher keinen Job gefunden und sich arbeitslos gemeldet. „Jetzt gilt es, dass unser Team Asyl alle möglichen Wege nutzt, die Flüchtlinge auf den Arbeitsmarkt vorzubereiten, um sie dauerhaft zu integrieren“, sagt Jeanette Pandza, Geschäftsführerin Operativ der Arbeitsagentur. In der Arbeitslosenstatistik gibt es außerdem der Jahreszeit entsprechende Effekte: „Erfahrungsgemäß steigt die Arbeitslosigkeit jährlich im Sommer leicht an“, sagt Jeanette Pandza. Das liege zu einem daran, dass Ausgebildete nicht in ihrem Ausbildungsbetrieb bleiben. Zum anderen würden in der Ferienzeit weniger Einstellungen vorgenommen. Die aktuelle Entwicklung hat dazu geführt, dass die Arbeitslosenquote in Ludwigshafen im Vergleich zum Vormonat Juni um 0,3 Prozentpunkte gestiegen ist. Im Rhein-Pfalz-Kreis ist die Quote im gleichen Zeitraum um 0,5 Prozentpunkte auf 3,6 Prozent angestiegen – was im Vergleich zur bundesweiten Arbeitslosenquote von 6 Prozent und der rheinland-pfälzischen Quote von 5 Prozent immer noch ein guter Wert ist. Im benachbarten Mannheim liegt die Quote bei 5,7 Prozent bei einem landesweiten Wert in Baden-Württemberg von 3,7 Prozent. Auf dem Ausbildungsmarkt gibt es im Bereich Ludwigshafen nach Agenturangaben gute Chancen bei Elektronikern, Anlagemechanikern, Verkäufern im Lebensmittelhandwerk oder in der Gastronomie. Im Oktober 2014 waren 2617 Bewerber auf der Suche nach einer Ausbildung, im Juni 2016 waren es nur 801 junge Leute. 788 Stellen blieben unbesetzt. |mix