Ludwigshafen Anpacken für guten Zweck
Kochen für Obdachlose, eine Mitmach-Ausstellung für Grundschulen bauen oder gemeinsam mit Asylbewerbern Fahrräder herrichten und anschließend gemeinsam feiern: Es gibt aktuell 316 Gelegenheiten, sich am Freiwilligentag der Metropolregion Rhein-Neckar am Samstag, 17. September, zu beteiligen. Alleine 39 Aktionen für ehrenamtliches Engagement gibt es im Stadtgebiet Ludwigshafen – so viele wie in keiner anderen Kommune.
Der 31. August ist für Susanne Ziegler ein wichtiges Datum. Bis dahin können sich noch Vereine, Institutionen und Organisationen anmelden, die nach Freiwilligen für die Mitarbeit suchen. „Wir wollen auch in diesem Jahr wieder die meisten Projekte stellen“, erklärte die Ludwigshafener Koordinatorin das ehrgeizige Ziel. Sie hofft wieder auf „rund 700 Menschen“, die am Stichtag die freiwillige Arbeit aufnehmen. Insgesamt 4500 Menschen waren es seit dem ersten Freiwilligentag im Jahr 2008. „Der Freiwilligentag ist eine schöne Tradition in der Metropolregion“, sagte gestern Oberbürgermeisterin Eva Lohse (CDU) am großen blauen Würfel, der ab sofort auf dem Platz der Deutschen Einheit wieder um Helfer wirbt. „Das ehrenamtliche Engagement zeichnet die Metropolregion Rhein-Neckar aus“, so die OB. Mit der Aktion „Wir schaffen was“ sei schon viel Gutes getan worden. Die „Anpacker“ der BASF gehen dabei mit gutem Beispiel voran. Mit bis zu 100 Helfern soll die Ernst-Reuter-Grundschule verschönert werden. Auf dem Schulgelände sollen neue Spielgeräte entstehen. Die „Anpacker“ sind aus einem Projekt des BASF-Jubiläumsjahres heraus entstanden. „Daneben gibt es noch die „Selbermacher und die „Mitmacher“ erklärte Koordinator Hartmut Unger von der BASF. Schulleiterin Gabriele Eckhart-Mittendrin von der Wilhelm-Leuschner-Schule hofft auf ein ähnliches Engagement für ihre „Aktion Schulhof Friesenheim“. „Wir arbeiten seit Jahren auf ein Spielgerät hin, weil es bei uns, bis auf zwei Tischtennisplatten, wirklich nichts gibt.“ Zumindest ein wenig bunter soll der Schulhof nach der Aktion aussehen. Frank Thösen von der Pronova Betriebskrankenkasse sucht nach Freiwilligen für die Gemeinschaftsaktion „Gruß aus der Tafelküche“ von Krankenkasse und Ludwigshafener Tafel. Brunhilde Urban plant das Projekt „Smarte Welt“, Schüler erklären der Generation „60 Plus“ den Umgang mit Smartphone, Notebook oder neuen Medien. Sie hat ein umgekehrtes Problem: „Wir haben schon genügend Freiwillige. Jetzt suchen wir noch nach Senioren.“ Das Internet sei für die Suche ungeeignet. „Ich habe deshalb Zettel mit Rückantwort-Postkarte in Cafés ausgelegt.“ Wolfgang Nessling von der Gräfenau-Grundschule (Nord) sucht hingegen noch nach 25 Helfern. Sein Ziel ist der Bau der „Miniphänomena“, einer Wanderausstellung für alle Ludwigshafener Grundschulen, die Naturphänomene einfach erklärt. Kontakt Anmeldungen von Projekten bis 31. August unter www.wir-schaffen-was.de. Helfer können sich hier ebenfalls für ein Projekt eintragen. Außerdem werden noch Materialspender gesucht.