Ludwigshafen Alltag mit Taschenlampe und Pfefferspray

Obwohl der KVD schon seinen 20. Geburtstag feiert, kennt nicht jeder die Mitarbeiter des Vollzugsdiensts. Deshalb kamen sie mit
Obwohl der KVD schon seinen 20. Geburtstag feiert, kennt nicht jeder die Mitarbeiter des Vollzugsdiensts. Deshalb kamen sie mit einem Stand auf den Berliner Platz.

Einmal mehr hat sich gestern die Initiative „Wir vom Berliner Platz“ mit ihrem Info-Stand am zentralsten Ort der Stadt präsentiert. Ziel der Initiative ist es, auch die positiven Seiten des Platzes zu zeigen. Dass es diese gibt und die Menschen sich sicherer fühlen, dafür sorgt auch der Kommunale Vollzugsdienst (KVD) mit seiner Arbeit.

„Wir feiern gerade unser Jubiläum: 20 Jahre KVD. Aber nicht alle kennen uns, deshalb wollen wir uns bekannter machen“, erläutert Vollzugsdienst-Leiter Peter Sebastian den Hintergrund der Aktion. Am Stand liegt einiges an Info-Material – Karten, Broschüren und Flyer – bereit, das von neugierigen Passanten gerne mitgenommen wird. Ausgestellt sind dazu Requisiten des KVD-Alltags wie Taschenlampe und Pfefferspray. Was sonst noch dazu gehört, können die Passanten an mehreren anwesenden KVD-Mitarbeitern bewundern, die in voller Uniform bereitstehen, um Fragen zu beantworten. Neben Handschellen und einem „Einsatzstock“ tragen sie auch ein Funkgerät. „Wir haben die gleichen Einsätze zur Gefahrenabwehr wie die Polizei“, erläutert Sebastian. Das Einsatzgebiet des KVD umfasse Störungen der öffentlichen Ordnung wie etwa Ruhestörungen. Deshalb wünsche er sich auch einen „Taser“, wie ihn die Polizei bekommen habe, so der KVD-Leiter. Mit dem Elektro-Schocker lasse sich auf kurze Entfernung ein ausgerasteter und betrunkener Messer-Angreifer stoppen, was mit Pfefferspray nicht unbedingt gelinge, nennt er ein Beispiel. Insgesamt 11.000 Einsätze hat der KVD in der Stadt im vergangenen Jahr gehabt. Wie viele davon am Berliner Platz waren, kann Sebastian auf Anhieb nicht sagen. „Wir bestreifen den Platz aber zu allen Tages- und Nachtzeiten“, macht er klar. Trotz der täglich 40.000 Passanten auf dem Platz fühle sich hier tagsüber niemand unsicher, ist er überzeugt. Wenn es Probleme gebe, dann in den Abend- und Nachtstunden. Das bestätigt die 61-jährige Theresa Martyniak aus der Gartenstadt, die den KVD noch nicht kannte. „Es ist gut, dass es so etwas gibt“, meint sie. Sie sei kein ängstlicher Typ. Doch sie habe sich im Winter nach Anbruch der Dunkelheit auf dem Weg Richtung Rhein auch schon unsicher gefühlt.

x