Ludwigshafen Aktuell notiert: Wohnungsbau: SPD und Linke für Sozialquote

„Wir brauchen bezahlbare Wohnungen für alle Menschen in Ludwigshafen, eine Sozialquote im Wohnungsbau muss kommen“ – das fordert SPD-Stadtrat Holger Scharff, sozialpolitischer Sprecher der Fraktion, auch in seiner Funktion als Stadtkreisvorsitzender der Arbeiterwohlfahrt. Er reagiert damit auf die Berichterstattung vom Samstag über die Hauptversammlung der kommunalen Immobiliengesellschaft GAG, die knapp 12.800 Wohnungen betreut. „Auch wenn der GAG-Vorstand immer wieder betont, dass genügend bezahlbare Wohnungen bei der GAG vorhanden sind, stimmt dies nicht“, so Scharff. In allen Wohlfahrtsverbänden sei in Beratungsgesprächen zu hören, dass es in Ludwigshafen viele Bürger gibt, die dringend eine bezahlbare Wohnung suchen. Auch am Runden Tisch Asyl der Stadt sei zuletzt deutlich geworden, dass viele anerkannte Asylbewerber dringend eine Wohnung suchen, damit sie aus den Sammelunterkünften herauskommen. Nur so sei eine vernünftige Integration möglich. Die Forderungen von GAG-Vorstand Ernst Merkel, CDU-Kreisvorsitzender, und dem CDU-Oberbürgermeisterkandidaten Peter Uebel nach mehr Wohnraum im mittleren und gehobenem Segment gehe an den Bedürfnissen der normalen Menschen vorbei. Zur nächsten Stadtratssitzung am 4. September will die Linkspartei einen Antrag zur Prüfung einer Sozialquote stellen. „Wenn es die SPD und ihre OB-Kandidatin Jutta Steinruck ernst meinen mit der Quote, dann wird die SPD dem Antrag zustimmen“, so Linken-Sprecher Liborio Ciccarello. Eine Schlägerei hat sich laut Polizei am Freitag gegen 22.35 Uhr auf dem Berliner Platz ereignet. Vorausgegangen waren Streitigkeiten unter den drei Beteiligten: ein 17- und ein 19-Jähriger aus Ludwigshafen sowie ein 29-Jähriger aus Mannheim. Die Auseinandersetzung konnte erst durch den Einsatz von Pfefferspray durch die Polizei beendet werden. Sowohl der 17-Jährige als auch der 29-Jährige trugen durch die Schlägerei Verletzungen davon und mussten ärztlich behandelt werden. Die Prügelknaben erwartet jeweils eine Strafanzeige wegen Körperverletzung.