Ludwigshafen Aktuell notiert: Gestern Leiche aus Jägerweiher geborgen
Im Jägerweiher ist gestern Mittag eine Leiche geborgen worden. Laut Polizei und Feuerwehr haben Spaziergänger, deren Hund zum Weiher im Maudacher Bruch lief, eine leblose Person an der Wasseroberfläche gesichtet. Die Einsatzkräfte waren um 12.16 Uhr vor Ort, konnten aber nur noch den Leichnam des Mannes bergen. Wie die Polizei am Abend informierte, konnte durch eine Anzeige der Ehefrau, die den Mann als vermisst gemeldet hatte, die Identität des Toten geklärt werden. Es gebe keine Hinweise auf ein Gewaltverbrechen, so die Polizei. Auf Nachfrage wurden keine Angaben zur Herkunft des Verstorbenen gemacht. Auch zur Todesursache gab es keine näheren Angaben. RHEINPFALZ-Informationen zufolge waren mittags am Weiher Medikamente gefunden worden. Die Polizei wollte auf Nachfrage dazu jedoch nichts sagen. Die Feuerwehr war mit 17 Einsatzkräften vor Ort. Außerdem waren Rettungsdienst und der Rettungshubschrauber im Einsatz. Die BASF nimmt ab Montagabend Spülarbeiten an einer Anlage im Werksteil Nord vor. Daher kann es nach Angaben des Unternehmens bis einschließlich 31. Mai jeweils in den Abendstunden zu einem erhöhten Lärmpegel kommen. Betroffen sind laut BASF vor allem die Stadtteile Oppau und Edigheim. Die Spülarbeiten finden montags bis freitags statt – also nicht am Wochenende. Die Oggersheimer Bundestagsabgeordnete Doris Barnett (65, SPD) fordert vom Bund, mehr für verschuldete Kommunen wie ihre Heimatstadt Ludwigshafen zu tun. „Es ist eine Sache, ob aus Bundesmitteln eine Sportstätte in Ludwigshafen gefördert wird – was gut ist –, aber es ist eine andere Sache, ob Ludwigshafen finanziell wieder atmen kann – was sehr wichtig ist“, schreibt Barnett. Sie meldet sich damit in der Debatte um den Abbau von Altschulden zu Wort. „Wenn Sportvereine Angebote zurückfahren müssen, wenn städtische Angebote für Kinder und Jugendliche gekürzt werden müssen, dann ist das Gift für eine gut funktionierende Gemeinschaft“, betont Barnett. Deshalb dürften der Bund und auch die Länder die Städte und Gemeinden nicht alleine lassen. Ihrer Meinung nach seien zwar Verbesserungen erzielt worden. Aber noch immer seien viele Bundesgesetze, die vor Ort ja umgesetzt werden müssen, „nicht mit ausreichenden Mitteln hinterlegt“. Die Kommunen müssten hier selbst Geld beisteuern, was die Haushaltslage zusätzlich belaste. „Deshalb wird die Kommission ,Gleichwertige Lebensverhältnisse’ und damit der Bund prüfen müssen, wie den hochverschuldeten Kommunen geholfen werden kann, von ihren hohen Kreditlasten herunter zu kommen“, so Barnett. Die Freien Wähler in Ludwigshafen (FWG) kritisieren, dass zwei Baugebiete in Rheingönheim durch private Investoren erschlossen und vermarktet werden sollen. Damit sei es für junge Familien schwieriger, ein Grundstück zu erwerben und ein Haus zu bauen, meint Rainer Metz, Fraktionsvorsitzender im Stadtrat. Dieser habe jüngst einem FWG-Antrag einstimmig zugestimmt, dass bei der Grundstücksvergabe junge Familien bevorzugt werden. „Ist das dem Rheingönheimer Ortsbeirat nicht bekannt?“, fragt Metz. Die aktuelle Diskrepanz zwischen Angebot und Nachfrage im Baubereich wird laut FWG durch Investoren noch verstärkt. Daher seien entsprechende Schritte der Politik erforderlich.