Ludwigshafen Aktuell notiert: Brunckstraße: Ab Sommer neue Baustelle

Im Sommer wird die Brunckstraße im Abschnitt zwischen Stern- und Carl-Bosch-Straße zur Baustelle. Darüber hat Ortsvorsteher Antonio Priolo (SPD) am Dienstagabend den Ortsbeirat Nord informiert. Seinen Angaben zufolge muss in diesem Bereich die Fahrbahn instandgesetzt werden. Die Genehmigung des Projekts sei in der nächsten Sitzung des Bauausschusses Mitte Februar geplant. Sobald dort alles geregelt sei, könne über den genauen Zeitraum der Arbeiten sowie Umleitungen informiert werden. Die Brunckstraße ist die zentrale Verbindungsachse aus Richtung Norden in die Stadt. Sie führt an der BASF entlang und wird täglich von rund 44.000 Fahrzeugen passiert. Die Trasse wird jetzt auf Vordermann gebracht, damit hier keine großen Baustellen erforderlich sind, wenn die Arbeiten an den Hochstraßen beginnen. Zwischen August 2015 und Anfang 2017 war die Brunckstraße auf einem 1400 Meter langen Teilstück zwischen Ruthen- und Friesenheimer Straße – also zwischen Friesenheim und Oppau – saniert worden. Die Kosten lagen bei rund acht Millionen Euro. Bereits von Oktober 2011 bis Mai 2012 wurde der Abschnitt zwischen Bürgermeister-Trupp- und Friesenheimer Straße in Oppau für 2,85 Millionen Euro von Grund auf erneuert. Jetzt folgt noch der südliche Bereich der Brunckstraße im Bereich Friesenheims. Der Bund subventioniert aus Umweltschutzgründen für zwei Jahre die Nahverkehrstickets für Bus- und Straßenbahnfahrten in Mannheim und Ludwigshafen mit 30 Millionen Euro. Dadurch können die Preise für die „Green-City-Tickets“ deutlich gesenkt werden. Der Einzelfahrschein kostet 1,80 statt 2,60 Euro. Und die Jahreskarte kostet monatlich 64,10 Euro (bisher 92,20 Euro). Die Gesamtsumme für die Jahreskarte beläuft sich damit auf 769,20 Euro (bisher 1106,40 Euro). Wegen einer missverständlichen Tarifgrafik haben wir in unserem gestrigen Bericht nur die monatliche Summe für die Jahreskarte genannt. Die grüne Stadtratsfraktion lehnt die Ausstattung von Streifen des Kommunalen Vollzugsdiensts (KVD) mit Tasern (Elektroschockpistolen) ab. Die Streifen verfügten bereits über Hilfsmittel wie Schlagstöcke, Handfesseln, Reizstoffsprühgeräte. Taser hingegen seien aus gutem Grund per Gesetz als Waffe eingestuft. Für ihren Einsatz gelten strenge Auflagen. Der Einsatz von Elektroschockpistolen müsse daher auch in Ludwigshafen speziell dafür ausgebildeten Polizeibeamten vorbehalten bleiben, um die Einsatzrisiken so gering wie möglich halten zu können. Die Grünen verweisen auf einen Todesfall in Pirmasens, bei dem nach einem Taser-Einsatz ein Mann einen Herzinfarkt erlitten hatte und starb. Der dortige Einsatz müsse genau aufgearbeitet und die Risiken des Tasereinsatzes gegebenenfalls neu bewertet werden, meinen die Grünen. Oberbürgermeisterin Jutta Steinruck (SPD) hatte mit vier weiteren Stadtoberhäuptern in Rheinland-Pfalz von der Landesregierung gefordert, dass auch kommunale Vollzugsdienste mit den Elektroschockpistolen ausgerüstet werden dürfen.