Ludwigshafen Aktuell notiert: BASF: Vier Tonnen Ammoniak ausgetreten

Im BASF-Werksteil Süd sind am Dienstagabend gegen 23 Uhr wegen eines technischen Defekts vier Tonnen Ammoniak, das als Kältemittel eingesetzt worden war, ausgetreten. Vier Mitarbeiter klagten über Augen- und Rachenreizungen, weshalb sie von der BASF-Ambulanz untersucht worden sind. Laut einer Unternehmenssprecherin konnten alle aber direkt wieder an den Arbeitsplatz zurückkehren. Für Anwohner habe keine Gefahr bestanden, da außerhalb des Firmengeländes keine erhöhten Messwerte festzustellen waren. Laut der BASF-Sprecherin ist die technische Ursache, die zu dem Zwischenfall führte, gestern beseitigt worden. Das Sicherheitsventil an der Anlage habe am Dienstagabend „richtig reagiert“ und den entstandenen Überdruck beseitigt. Die Werkfeuerwehr war mit einem Turbolöscher vor Ort und bekämpfte das austretende Kältemittel mit Wasser. Das eingesetzte Wasser wurde von der Feuerwehr aufgefangen, da Ammoniak für Wasserorganismen sehr giftig ist. In der Nähe des Betriebs sei der für Ammoniak typische Geruch wahrnehmbar gewesen. Außerhalb des Werks habe man aber keine erhöhten Messwerte festgestellt. Ammoniak ist ein chemisches Grundprodukt, das zur Herstellung weiterer chemischer Produkte verwendet wird. Es ist giftig beim Einatmen, kann schwere Verätzungen der Haut und schwere Augenschäden verursachen. (ax) 1000 Menschen haben sich gestern in Mannheim an einem Schweigemarsch zum Gedenken an die Opfer der Anschläge von Paris beteiligt. Veranstalter waren die Deutsch-Französische Vereinigung Rhein-Neckar und die Deutsch-Französische Gesellschaft Ludwigshafen und Mannheim. (os) Im Lauf des nächsten Jahres sollen die Observationsspezialisten des Ludwigshafener Polizeipräsidiums und ihre Kollegen in den anderen Präsidien Teil der rheinland-pfälzischen Spezialkräfte werden. Diesen groben Zeitplan hat ein Sprecher des Innenministeriums jetzt der RHEINPFALZ genannt. Die Strukturreform war nach den Pariser Terroranschlägen im Januar beschlossen worden (wir berichteten). Damals hatte Rheinland-Pfalz auch schwerere Waffen für seine Elitepolizisten gekauft. Nach den neuen Attentaten steht das Innenministerium nun schon wieder vor der Frage, ob es seine Antiterror-Einheit weiter aufrüsten muss. (häm)