Ludwigshafen Aktuell notiert: BASF fährt TDI-Anlage hoch

Im Ludwigshafener Stammwerk der BASF ist gestern die TDI-Anlage, das größte Investitionsprojekt in der 150-jährigen Firmengeschichte, offiziell in Betrieb genommen worden. Eine Milliarde Euro hat sich der Chemieriese die Umsetzung des Projekts kosten lassen, das nicht nur den Bau der neuen Anlage, sondern auch die Erweiterung und Modernisierung mehrerer Anlagen für Vorprodukte sowie Investitionen in die Infrastruktur und Logistik umfasste. Laut Vorstandsvorsitzendem Kurt Bock gehört die neue Anlage zu den weltweit größten, modernsten und wettbewerbsfähigsten ihrer Art. 300.000 Tonnen TDI – das ist die Abkürzung für Toluoldiisocyanat – soll sie künftig pro Jahr produzieren und rund 200 neue Arbeitsplätze schaffen. TDI ist ein wichtiger Bestandteil von elastischen Schäumen und wird vor allem an die Möbel- und Automobilindustrie geliefert. Bei der feierlichen Eröffnung gestern lobten die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer und Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (beide SPD) das milliardenschwere Projekt, das ein klares Bekenntnis zum Standort Deutschland sei und darüber hinaus auch die Wirtschaftskraft der Region stärke. (yns) Anlässlich der Terroranschläge in Paris laden das entstehende „Forum der Religionen“ Ludwigshafen und der Christlich-Islamische Gesprächskreis Ludwigshafen für Samstag, 17.30 Uhr, zu einer öffentlichen „Gedenkfeier für die Terroropfer“ ein. Dabei soll auch der vielen Terroropfer jenseits von Paris in aller Welt gedacht und ein gemeinsames Friedenszeichen der Religionen gesetzt werden, informiert Martin Rothe, Koordinator für das „Forum der Religionen“. Aller Voraussicht nach findet die Gedenkfeier in der katholischen Kirche St. Ludwig in der Bismarckstraße statt. (ier) Das mittlerweile neunte Bürgerforum, bei dem die Stadtspitze in den Stadtteilen über die Unterbringung von Flüchtlingen in Ludwigshafen informiert, findet am Dienstag, 24. November, um 18 Uhr im Hemshof (Nord) statt. Die Stadtverwaltung möchte dabei den Bürgern in den Stadtteilen die Möglichkeit geben, sich aus erster Hand über die Planungen zur Unterbringung von Asylbewerbern zu informieren. Dabei geht es nicht allein um die Unterbringung, sondern auch um die gesellschaftliche Integration. Oberbürgermeisterin Eva Lohse (CDU), Bürgermeister Wolfgang van Vliet und Ortsvorsteher Antonio Priolo (beide SPD) werden im Bürgersaal, Hemshofstraße 46a, den aktuellen Sachstand erläutern und Fragen von Bürgern beantworten. (ier)