Ludwigshafen „Aktion 72“: Auftakt mit Konzert in Friedenskirche

Für das Konzert in der Friedenskirche sind maximal 250 Besucher zugelassen.
Für das Konzert in der Friedenskirche sind maximal 250 Besucher zugelassen.

Mehr als 140.000 Euro an Spenden hat die letzte „Aktion 72“ für unverschuldet in Not geratene Ludwigshafener eingespielt, weit über drei Millionen Euro sind es seit ihrer Gründung 1972. Über den Auftakt der aktuellen Weihnachtsspendenaktion haben wir mit Vorstand Ulrich Alter (56) gesprochen.

„In diesem Jahr wird sich wegen Corona einiges ändern“, kündigt Alter an. So könne beim Auftaktkonzert am Mittwoch, 24. November, 19 Uhr, in der Friesenheimer Friedenskirche nicht – wie üblich – das komplette Landespolizeiorchester auftreten, sondern nur Teile davon. „Das Blechbläser- und das Holzbläserquintett“, wie Alter berichtet. Gegenüber dem Vorjahr sei das aber schon ein Fortschritt, als pandemiebedingt nur ein CD-Verkauf möglich gewesen sei. In der Kirche gelte die 2G-Regel (geimpft, genesen), zugelassen seien maximal 250 Besucher. „Wir wollen da eine gewisse Sicherheit haben“, betont Alter. Die Einnahmen teilen sich die „Aktion 72“, der Kirchen-Förderverein und die Polizeistiftung Rheinland-Pfalz.

Die Spendenaktion selbst startet in ihrem 49. Jahr am 27. November und endet am 8. Januar. Die Verteilung der Gutscheine an die rund 50 gemeinnützigen Organisationen ist für 16. Februar terminiert. Ein Spendenzahlschein wird der RHEINPFALZ am 14. Dezember beiliegen.

„Wir waren ganz platt“

„Das hat kein Mensch erwartet, wir waren ganz platt“, sagt Alter zu dem bisherigen Rekordergebnis von 140.000 Euro. „Es war schön zu erleben, dass Menschen in so einer Krisensituation an andere denken, denen es nicht so gut geht.“ Alter rechnet zwar nicht damit, dass eine solch hohe Summe erneut erzielt wird. „Aber wenn’s eintrifft, wären wir natürlich nicht unglücklich.“

Fallbeispiele in der RHEINPFALZ

Die RHEINPFALZ begleitet die „Aktion 72“ redaktionell wieder mit Fallbeispielen, die zeigen, wer konkret von dem Geld profitiert. „Das hilft unwahrscheinlich, weil die Berichte für jeden greifbar machen, was mit den Spenden passiert“, sagt Alter.

Als Sonderspende werden in diesem Jahr laut Alter 40.000 Euro ausgeschüttet, nachdem eine Ludwigshafenerin der „Aktion 72“ ihr Vermächtnis übertragen hat. Organisationen konnten sich gezielt für spezielle Projekte bewerben.

Wer von der Sonderspende profitiert

Unterstützt werden laut Alter die Stiftung Lebenshilfe für einen rollstuhlgerechten Treppenlift in einer Wohngemeinschaft, die Streetworker der Stadt für einen Multi-Funktionsanhänger, die Kinderhilfe Vorderpfalz für den Erwerb eines Therapiepferds, das Frauenhaus für die Erneuerung der Haustür-Schließtechnik, das Kinderzentrum für die Anschaffung einer Lern- und Übungstreppe mit Rollbrettrutsche sowie die Ökumenische Fördergemeinschaft für die Quartiersarbeit in den Einweisungsgebieten.

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