Spiel des Tages RHEINPFALZ Plus Artikel Abstiegskandidat trifft Aufstiegsaspiranten

Eleftherios Potsis, hier noch im Trikot des VfR Friesenheim, ist für den BSC Oppau wieder an Bord.
Eleftherios Potsis, hier noch im Trikot des VfR Friesenheim, ist für den BSC Oppau wieder an Bord.

Göran Garlipp freut sich derzeit über einen großen Kader beim BSC Oppau, und die FG 08 Mutterstadt hat einen Plan B. Am Sonntag treffen die Bezirksligisten aufeinander.

Es ist das Aufeinandertreffen eines Abstiegskandidaten mit einem Aufstiegsaspiranten. BSC Oppau ist heimstark, die FG 08 Mutterstadt die zweitbeste Auswärtself (Sonntag, 14.45 Uhr). „Der 4:1-Sieg gegen Dudenhofen II war unglaublich wichtig. Vor allem nach den beiden 2:3-Auswärtsniederlagen in Haßloch und Queichhambach zuvor“, sagt BSC-Spielertrainer Göran Garlipp. Wie so oft in dieser Saison habe das Team auch gegen Dudenhofen II die erste Halbzeit verschlafen, sei aber nach dem Wechsel nicht mehr wiederzuerkennen gewesen. Zum ersten Mal nach rund 15 Monaten stand der von einem Kreuzbandriss genesene Christoph Jacob wieder in der Startformation. „Er hat mir gesagt, dass er am nächsten Morgen ordentlich Muskelkater hatte“, berichtet Garlipp. Jacob sei die fehlende Spielpraxis noch anzumerken, er habe aber dennoch einige gute Aktionen gehabt und sei ein Gewinn.

Potsis belebt das Spiel

Der Coach hatte in der vergangenen Woche ein seltenes Erlebnis. „Ich habe seit langer Zeit mal wieder Spieler streichen müssen“, erklärt Garlipp, dem ein 18er-Kader zur Verfügung stand. Als belebend habe sich auch die Rückkehr von Mittelfeldspieler Eleftherios Potsis erwiesen, der im Sommer vom VfR Friesenheim gekommen ist und zuletzt verletzt gefehlt hatte. „Es ist wichtig, wenn man von der Bank nachlegen kann“, freut sich der Trainer über personelle und somit taktische Variationsmöglichkeiten.

Die FG 08 ist mit dem Punkt, den das Team am vergangenen Sonntag durch das Kopfballtor von Tim Seelinger in letzter Minute beim LSC holte, zufrieden. „Es war das siebte Mal, dass wir einen Rückstand aufgeholt haben“, verdeutlicht Marco Malizia, der gemeinsam mit Kevin Selzer die Mutterstadter trainiert. Doch es gibt auch Punkte, die verbesserungswürdig sind. Etwa das Verhalten beim Führungstor des LSC. „Da sind unsere zwei Verteidiger beide zu Boden gegangen. Besser wäre es gewesen, einer grätscht und der andere sichert ab“, blickt Malizia zurück. Nutznießer war der flinke Maillet, der den Treffer mustergültig vorbereitete.

Der Glaube an das späte Tor

Typisch für Mutterstadt ist jedoch der Glaube, auch spät noch erfolgreich sein zu können. Nicht zum ersten Mal gelang der FG ein ganz spätes Tor, das die Punkteverteilung verändert. „Die Moral ist intakt, und es hat sich ein super Teamgeist entwickelt“, hebt der Coach Pluspunkte der Mannschaft hervor. Allerdings sei der Kräfteverschleiß hoch, weil das Spiel der Schwarz-Weißen viel intensiver als noch in der Vorsaison ist. „Deshalb können wir nicht mehr alles spielerisch lösen, haben aber einen Plan B“, betont Malizia. Dazu zählt, wenig gegnerische Chancen zuzulassen und geduldig zu sein.

Vor einer Woche mit dem Kopf für Mutterstadt erfolgreich: Tim Seelinger (re., gegen den Queichhambacher Steven Schader
Vor einer Woche mit dem Kopf für Mutterstadt erfolgreich: Tim Seelinger (re., gegen den Queichhambacher Steven Schader
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