Ludwigshafen Abstiegsgefahr noch nicht gebannt

MUTTERSTADT. Fußball-Bezirksligist FG 08 Mutterstadt überwintert mit 24 Punkten auf Platz elf und ist abstiegsgefährdet. Das liegt daran, dass das Team nach ordentlichem Start mit positiver Bilanz nach zehn Partien im zweiten Teil der Hinserie nachließ. Mit dem Abstiegskampf kennen sich die Mutterstadter aus.
„Es gibt positive Aspekte, doch zu 100 Prozent bin ich nicht zufrieden“, bilanziert Trainer Erdem Kar. Die Mannschaft habe spielerisch und taktisch Fortschritte gemacht, was sich aber nicht in den Resultaten niederschlage. Von den letzten elf Partien gewann Mutterstadt nur eine, steht aber über dem Strich, weil es zwischenzeitlich fünf Remis in Folge gab. „In der vergangenen Saison hatten wir nach 21 Spielen vier Punkte weniger und standen auf einem Abstiegsplatz“, blickt der 28-jährige Übungsleiter zurück. Dass die positive Entwicklung, die das Team genommen habe, nicht deutlicher sichtbar werde, liege an der mangelhaften Chancenverwertung. Als Beispiel gilt die Partie in Ruchheim (0:2), die die FG nie verlieren durfte. SVR-Torwart Recknagel war zwar in Topform, trotzdem ging Mutterstadt mit seinen Möglichkeiten fahrlässig um. „Auf den Abschluss werden wir in der Wintervorbereitung besonderen Wert legen“, erklärt Kar, der von seinen Co-Trainern Dennis Baudach und Timo Muser unterstützt wird. Nur 32 Tore hat die FG erzielt. Fabio Reithermann und Simon Schneider trafen am häufigsten (7), es folgen Kai Ringelspacher (6) und Philipp Jardot (5). Auf der anderen Seite hat Mutterstadt nur 29 Gegentore bekommen, das ist von allen Teams der unteren Tabellenhälfte mit Abstand der beste Wert. Das liegt an der eher defensiven Ausrichtung, die Taktiktüftler Kar hoffähig gemacht hat. Vorzugsweise gegen Spitzenteams tritt die FG in der Abwehr mit Fünferkette an. „Es hat oft funktioniert und die Mannschaft fühlt sich in diesem System wohl“, erläutert der Coach. In Schulungen an der Tafel und in verschiedenen Spielformen auf dem Platz vermittelt Kar seine Vorstellungen. „Manche Teams haben damit Probleme, weil es sehr schwierig ist, gegen einen tief stehenden Gegner das Spiel zu gestalten“, hat Kar erkannt. In der Partie bei Primus Schifferstadt agierte das Team gar mit sechs Mann in der hintersten Reihe. „Das haben wir gemacht, um die schnellen Außen von Phönix zu doppeln. Ich beziehe die Spieler aber immer in die Überlegungen des Trainerteams mit ein“, versichert der Coach. Flexibilität sei oberstes Gebot, die FG will unberechenbar bleiben und wechselt das System häufig. Kar setzte bisher 22 Akteure ein, von denen nur Frederik Tilger-Kuhn immer dabei war. Der Torhüter hat jetzt 63 Punktspiele in Folge bestritten und fehlte zuletzt am 8. März 2015. Eine Partie haben Fabio Reithermann und Jan Weingarte verpasst. Auf 19 von 21 Spielen kommen Stephen Schulz und Ringelspacher. |thl