Ludwigshafen Abstiegsendspiel für Ludwigshafener SC

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LUDWIGSHAFEN. Mit dem 3:1-Erfolg gegen Winnweiler, dem ersten Sieg seit dem 18. Oktober 2015, hat Fußball-Verbandsligist Ludwigshafener SC Morgenluft im Abstiegskampf gewittert. Der Sieg ist allerdings nur etwas Wert, wenn das Team am Sonntag, 15 Uhr, beim FSV Offenbach nachlegt.

Der oft strapazierte Begriff „Endspiel“ hat in diesem Fall seine Berechtigung. Verliert der LSC, rückt der 14. Platz in weite Ferne, zumal das Restprogramm nicht für die Hochfelder spricht. „Uns hilft nur ein Sieg“, sagt Trainer Toni De Simone. Damit wären die Südpfälzer überflügelt und der LSC könnte mit viel Selbstvertrauen in die restlichen Begegnungen gegen Morlautern, Idar-Oberstein und Dudenhofen (alle daheim) sowie in Mechtersheim gehen. Die Offenbacher haben am Ende die etwas leichteren Aufgaben zu bewältigen. Platz 14 kann reichen, eine Garantie ist das aber nicht. Seit vergangenen Sonntag hat der LSC einen neuen Hoffnungsträger. Rosario Vinciguerra heißt der 19 Jahre alte Angreifer, der mit Frechheit, Schnelligkeit und Unbekümmertheit gefiel. Der A-Junior muss diese Leistung aber noch bestätigen. „Die größten Unterschiede zur Jugend sind das höhere Tempo und die größere Härte“, hat Vinciguerra erkannt. Seit zwei Jahren spielt er für den LSC, war zuvor in Zuzenhausen und Sandhausen. Die Familie stammt aus Italien, Teile von ihr leben heute noch auf Sizilien und in Bologna. „Ich mache eine Ausbildung zum Masseur und medizinischen Bademeister und strebe an, später als Physiotherapeut zu arbeiten“, sagt Vinciguerra. De Simone will den Stürmer, dem er in der Jugend zuletzt eine gute Entwicklung attestierte, nicht verheizen und ihm nicht die Last aufbürden, den LSC in der Liga zu halten. „Ich kann mir vorstellen, ihn gemeinsam mit Jens Rehhäußer zu nominieren“, sagt der Coach. Bei einer Körperlänge von 1,65 Metern ist Vinciguerra auch eine Alternative für den Flügel. Der ASV Fußgönheim hat mit dem 1:0-Sieg gegen Mombach seine Heimstärke wieder einmal bewiesen. Auswärts läuft es jedoch nicht ganz so rund. Das lässt für die Partie beim Aufstiegsaspiranten Hassia Bingen (Samstag, 16 Uhr) nicht Gutes erwarten. „Im Hinspiel hat uns Bingen eine Halbzeit an die Wand gespielt“, erinnert sich der Coach. Mit 0:4 wurden damals die Seiten gewechselt, am Ende hieß es 2:4. Der Blick ist aber schon auf die neue Saison gerichtet. Während bei Goebel, Jubin, Kesselring, Matios und Rhannam noch keine Entscheidung gefallen ist, wo das Quintett in der kommenden Runde spielt, haben die Fußgönheimer zwei Akteure zurückgeholt. „Marco Sorg wird wieder das ASV-Trikot tragen, ebenso Kelly Botha“, freut sich Kamuf. Sorgs Verpflichtung hatte sich abgezeichnet, und zu Botha ist der Kontakt nie abgerissen. „Er war beim Oberligisten Sandhausen II anfangs Stammspieler, ist dann aber ins Abseits geraten“, weiß Kamuf. Er sieht den dynamischen und athletischen Abwehrspieler als Innenverteidiger, der mit seiner Schnelligkeit viele Bälle ablaufen kann. „In dem Jahr in Sandhausen hat er sich prima weiterentwickelt“, ist der Trainer überzeugt. (thl)

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