Ausgesucht RHEINPFALZ Plus Artikel Abschied vom Sommer

Der Heidelberger Wolfgang Steche hat viele Jahre als Pressefotograf gearbeitet. Eine Ausstellung in Mannheim würdigt ihn.
Der Heidelberger Wolfgang Steche hat viele Jahre als Pressefotograf gearbeitet. Eine Ausstellung in Mannheim würdigt ihn.

Als ich am Montag nach fast fünf Wochen Sommerurlaub wieder in die Redaktion gekommen bin, hat sich alles fast so angefühlt wie früher: Nur einzelne Kollegen arbeiten noch sporadisch im Homeoffice, die Ludwigshafener Innenstadt war zur Mittagszeit voller Menschen und unser Terminkalender prall gefüllt mit Kulturveranstaltungen. Hoffentlich bleibt dieser schöne Zustand lange erhalten. Und dieses besondere Spätsommerwetter: morgens frisch, im Lauf des Tages immer wärmer und viel Sonnenschein.

Kosmopolitische Klänge

Wer Lust auf noch ein paar richtig sommerliche Klänge hat, dem sei für morgen, Samstag, 20 Uhr, das Konzert von Patrice in der Alten Feuerwache in Mannheim empfohlen. Der als Sohn des Schriftstellers Gaston Bart-Williams und einer deutschen Mutter 1979 in Köln geborene Musiker lebt heute in New York, Paris und Köln. Und genauso kosmopolitisch klingt auch seine auf bisher acht Studioalben veröffentlichte Musik, die ein ganz eigener Mix aus Reggae, Hip Hop, Soul und Blues ist.

Ganz nah dran

Ein Kosmopolit ist auch Wolfgang Steche – zumindest ist der in Heidelberg beheimatete Fotograf jahrzehntelang auf der ganzen Welt unterwegs gewesen, um Politiker wie Helmut Schmidt und Willy Brandt, Künstler wie Günter Grass und Wolf Biermann und viele andere berühmte, aber auch viele nicht berühmte Menschen zu fotografieren. Im „Spiegel“ und im „Stern“, in der „Zeit“ und der „Bunten“ sind seine Porträts und Reportagen veröffentlicht worden. Die Treppenhaus-Galerie C7 im gleichnamigen Mannheimer Quadrat widmet dem Fotografen nun ab dem 23. September eine Ausstellung. Zu sehen ist sie immer dienstags von 15 bis 17 Uhr und nach vorheriger Vereinbarung (E-Mail ulibo@c7galerie.de, Telefon 0174/3353867).

Unabsichtliche Berührungen

Auch die Theatersaison geht wieder los. Nicht nur an den großen Häusern, dem Theater im Pfalzbau in Ludwigshafen und dem Nationaltheater Mannheim, sondern auch an vielen kleineren. Nach langer Zeit erwacht das Oststadttheater im Stadthaus N1 in Mannheim aus dem coronabedingten Dornröschenschlaf. Für Freitag, 24. September, 20 Uhr, ist die Premiere der neuen Komödie „Die Tanzstunde“ angekündigt. Die Hauptrolle spielt das neue Ensemblemitglied Sarah Koch. Die Ehefrau des Nationaltheater-Schauspielers Samuel Koch mimt eine Tanzlehrerin, die einem autistischen Professor Tanzunterricht erteilt und ihm dabei sehr nahe kommt…

Wer quakt denn da?

Zum Schluss noch ein Tipp für Kinder: Die im Juli verschobene Premiere von „Bauer Ente“ holt die Kitz Theaterkumpanei nach: Sie ist für Sonntag, 19. September, 11 Uhr, im Theaterladen in der Rheingönheimer Straße 110 in Ludwigshafen geplant. An den Tagen davor und danach wird das Stück für Kinder ab fünf Jahren angemeldeten Gruppen gezeigt. Der Eintritt ist frei, Karten können unter www.theaterkumpanei.de reserviert werden.

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Die Kolumne

Kultur-Tipps geben wir immer am Freitag in „Ausgesucht“.

Nicole Sperk
Nicole Sperk
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