Ludwigshafen Abgestürzte Arbeitsbühne am Rathaus: Zähe Ermittlungen
Die Ermittlungen zu dem Arbeitsunfall bei der Fassadendemontage am Ludwigshafener Rathaus gestalten sich zäh. Beim Absturz einer mit vier Handwerkern besetzten Arbeitsbühne am 26. November waren zwei Männer leicht und ein Mann schwer verletzt worden, dem es inzwischen wieder besser geht. Ein Arbeiter kam mit dem Schrecken davon. Der Kriminalpolizei liegt zwar schon seit Dezember ein Gutachten der Gewerbeaufsicht der Struktur- und Genehmigungsdirektion (SGD) Süd vor. Die Auswertung sichergestellter Unterlagen durch die Kripo dauere aber noch an, sagte die Frankenthaler Oberstaatsanwältin Doris Brehmeier-Metz jetzt auf Anfrage. „Die Stellungnahme der Verteidigung steht noch aus. Hierzu wurde eine Frist bis Mitte, Ende August gesetzt. Danach wird der zuständige Staatsanwalt über den Fortgang des Verfahrens entscheiden.“
Sieben bis acht Meter in die Tiefe gestürzt
Letztlich geht es darum, zu klären, ob ein strafrechtlich relevantes Versäumnis den Unfall verursacht hat. Die Arbeitsbühne war sieben bis acht Meter in die Tiefe gestürzt. Weil sich bei einer Ortsbegehung durch Experten der Gewerbeaufsicht Hinweise ergeben hatten, die auf eine Baugefährdung hindeuten, wurde der Vorgang an die Kripo übergeben. Sie geht auch der Frage nach, ob ein fahrlässiges Verhalten zu dem Unfall geführt haben könnte. Die über 1700 Glaselemente der Fassade des zum Abriss freigegebenen, über 70 Meter hohen Rathausturms wurden per Hand demontiert und mit Arbeitsbühnen hinunter transportiert.