Ludwigshafen RHEINPFALZ Plus Artikel Ab August 2026: So wirken sich die Brücken-Bauarbeiten auf Busse und Bahnen aus

Die Konrad-Adenauer-Brücke wird ab August den gesamten rheinquerenden Straßenbahnverkehr aufnehmen.
Die Konrad-Adenauer-Brücke wird ab August den gesamten rheinquerenden Straßenbahnverkehr aufnehmen.

Ab August 2026 wird sich für Verkehrsteilnehmer in Ludwigshafen vieles ändern. Eine Rheinbrücke wird gesperrt und der Abriss der Hochstraße Nord beginnt. Was geplant ist.

Die Rheinuferstraße und die Kurt-Schumacher-Brücke sind wegen des Abriss der Hochstraße Nord (B44) ab August vier Jahre lang gesperrt. Damit trotzdem Menschen den Rhein überqueren und weiterhin eine Verbindung zwischen der City zum Hemshof, Friesenheim und anderen Stadtteilen bestehen kann, hat die Stadtverwaltung schon im Dezember ein Verkehrskonzept vorgelegt. In der jüngsten Stadtratssitzung wurde dies noch mal weiter erläutert und auf Anregungen der Fraktionen aus dem Dezember eingegangen.

Tramlinien tauschen Nummern

Mobility-On-Demand, auch als Rufbusse bekannt, war eine Anregung der FDP aus dem Stadtrat. Dem werde die Stadtverwaltung und die Rhein-Neckar-Verkehrsgesellschaft (RNV) nicht nachkommen, da selbst in Randzeiten das Verkehrsaufkommen zu groß für die kleinen Busse sei. Zudem sei das Angebot teuer. Die Forderung der Grünen, Nachtbuslinien generell in einen 20-Minuten-Takt zu überführen, wurde ebenfalls zurückgewiesen. Dieses Ziel sei zwar erstrebenswert, könne aber aus Kostengründen nicht umgesetzt werden, so die Verwaltung. Zudem sei eine Erhöhung des Takts wegen der Bauarbeiten nicht notwendig.

Die Linienführung der Stadtbahnlinien 6 und 7 wird während der Bauarbeiten geändert, auf Ludwigshafener Seite tauschen sie dann die Namen. Das heißt, dass ab August die Linie 7 zwischen Oppau und Vogelstang zur Linie 6 zwischen Oppau und Neuostheim wird. Die Linie 6 zwischen Rheingönheim und Neuostheim soll zur Linie 7 zwischen Rheingönheim und Vogelstang werden. Bereits angekündigt wurden neue Linien für Ludwigshafen.

Neuer Haltepunkt in der Bleichstraße

Ab August ist zum Großteil kein Verkehr mehr über die Kurt-Schumacher-Brücke möglich. Der Autoverkehr kann noch bis voraussichtlich 2029 auf nördlicher Seite über die Rampe in Richtung Oppau fahren. Fußgänger und Radfahrer können die nördliche Brückenseite bis dahin in beide Richtungen benutzen, wie aus einer Stellungnahme der Stadt auf eine Anfrage der Grünen hervorgeht. Sowohl der Auto- als auch der Straßenbahnverkehr wird ansonsten über die Konrad-Adenauer-Brücke gehen.

Die Sanierung der Stelzenbrücke im Mannheimer Schlossgarten, die dafür notwendig ist, liege im Zeitplan und soll rechtzeitig abgeschlossen werden. Außerdem soll es einen neuen Haltepunkt in der Bleichstraße vor einer neuen Tram-Auffahrt auf die Adenauerbrücke geben. Bahnen können künftig von Süd kommend direkt auf die Brücke fahren. Fahrgäste sollen noch eine Ein- und Ausstiegsmöglichkeit bekommen. Die Haltestelle und die neue Bleichstraßen-Weiche sollen noch vor der Brückenöffnung im August fertiggestellt werden. Am 7. April beginnen laut RNV die Bauarbeiten. Dafür müssten am 17. Februar bereits zehn Bäume gefällt werden, so der Verkehrsbetrieb in einer Mitteilung, diese sollen aber vollumfänglich in der Nähe durch neue Bäume ersetzt werden.

„Schwarze Eisenbahnbrücke“ im Sommer gesperrt

Etwaige Sanierungsarbeiten an der Konrad-Adenauer-Brücke sollen erst nach Wiedereröffnung der Kurt-Schuhmacher-Brücke beginnen. Diese ist für das Jahr 2032 angestrebt. Davon ausgenommen ist eine sechswöchige Sperrung der „Schwarzen Eisenbahnbrücke“ zwischen dem 29. Mai und dem 10. Juli 2026. Dieser Brückenteil mit seinen schwarzen Metallüberbau trägt den Großteil des S-Bahn- und Regionalverkehrs. Viele Züge werden in der Zeit ausfallen, die verbleibenden werden meist nicht am Bahnhof Ludwigshafen-Mitte halten.

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