Fußball
A-Klasse: Spitzenspiel zwischen ASV Maxdorf und Südwest Ludwigshafen
Wer kann in der Fußball-A-Klasse Rhein-Pfalz Spitzenreiter SV Südwest Ludwigshafen stoppen? Vielleicht der Tabellenvierte ASV Maxdorf, der den Topfavoriten am Sonntag, 15.30 Uhr, auf heimischem Geläuf erwartet. Mit Geburtstagsgeschenken ist das ja so eine Sache. Ist es das Richtige? Freut sich der Beschenkte darüber? Christian Jesberger, Coach des ASV Maxdorf, wurde am Sonntag 38 Jahre alt. Seine Mannschaft ließ sich da mit einem nach anfänglichen Schwierigkeiten souverän herausgespielten 7:3-Sieg bei der DJK Eppstein nicht lumpen. „In den ersten Minuten waren wir nicht auf der Höhe, aber über 90 Minuten haben wir ein sehr gutes Spiel gemacht“, freute sich der Coach über den Auftritt seines Teams. Die gute Nachricht für die Spieler: Der Trainer will einen ausgeben. Da haben sich die Mühen doch gelohnt.
Aber nicht nur, weil es vielleicht eine Runde Freibier gibt, sondern auch, weil der ASV wieder in der Spur ist. Gegen Obersülzen (2:4), beim ESV Ludwigshafen (1:2) und gegen Arabia Frankenthal (3:3) ließ Maxdorf vor der Partie in Eppstein wertvolle Punkte liegen. Dabei büßte sie an Boden zur Tabellenspitze ein. „Wenn man den Anspruch hat, oben mitzuspielen, dann kann man sich dies eigentlich nicht erlauben“, moniert Jesberger und hat ein Ziel ausgegeben: Zwölf Punkte aus den letzten vier Partien vor Weihnachten. Drei sind geholt, jetzt muss gegen Südwest der nächste Sieg folgen, wenn die Rechnung aufgehen soll.
Saris Wette mit Torwart
Laut Jesberger hat das Team darüber gesprochen, woran die Flaute liegen könnte. „Der Kader ist groß und nicht jeder ist mit seiner Einsatzzeit zufrieden“, erläutert der Trainer. Das Fazit ist einleuchtend: Gute Leistungen bringen, idealerweise schon im Training. Dass der Gegner die Übermannschaft der Liga ist, kratzt Jesberger nicht: „Wichtig ist, dass Südwest nicht zu seinem Spiel findet. Zudem müssen wir unsere Chancen nutzen, weil es nicht so viele geben wird“, erklärt der Coach. Die Gespräche zur Vertragsverlängerung stehen an, bei Jesberger geht die Tendenz zum Bleiben.
Beim SV Südwest berichtet Trainer Ediz Sari von einer interessanten Wette, die er mit seinem Torwart Malik Asselah, der drei Länderspiele für Algerien bestritt, abgeschlossen hat. Es geht darum, wie viele Tore der Keeper im Laufe der Saison bekommt. Sind es 20 oder weniger, gewinnt er die Wette, bei 21 und mehr ist Sari der Sieger. „Es geht darum, wer wem im Sommer ein Flugticket in die jeweilige Heimat bezahlt“, sagt Sari und lacht. Aktuell hat Südwest nach exakt der Hälfte der Partien neun Gegentore eingesteckt. Das dürfte eine enge Kiste werden – Ausgang offen.
Nur Heßheim ärgert Südwest
Das spielfreie Wochenende hat der Coach genutzt, um den kommenden Gegner zu beobachten, aber auch um sich andere Fußballspiele anzusehen. „Ich war auch bei unserer Reserve und den A-Junioren“, informiert der Coach. Er räumt ein, dass er es sich in der A-Klasse für seine Mannschaft leichter vorgestellt hatte. „Da gibt es mindestens fünf, sechs gute Mannschaften, die man erst einmal bezwingen muss. Jeder will den Favoriten schlagen“, hat Sari erkannt. Gelungen ist dies bisher nur Verfolger Heßheim, alle anderen Spiele hat Südwest für sich entschieden, wenn auch etliche nur relativ knapp.
Eine Sache liegt dem 55-jährigen Trainer aber am Herzen. „Es ist immer die Rede davon, dass wir eine Startruppe haben, mit Spielern, die Ober- und Verbandsliga gespielt haben. Die spielen aber verletzungsbedingt gar nicht so oft. Dafür haben wir viele junge Kräfte, die aus der B-Klasse kommen, entwickelt.“ Er nennt Rinor Berisha, Ayman Ghandour, Rene Mamon, Elias Paxe und Semir Jusufi. Sie alle kommen auf mindestens elf Saisoneinsätze und sollen die Zukunft des Vereins sein. Hinzu kommt der 19-jährige Tim Bügenburg, der vom LSC kam, und den Sari als einen der Gewinner der Saison bezeichnet.