Spiel des Tages RHEINPFALZ Plus Artikel A-Klasse: Primus TuS Altrip trifft auf Verfolger FV Berghausen

Lobt die Reife seines Teams: Altrips Trainer Dirk Wanecker.
Lobt die Reife seines Teams: Altrips Trainer Dirk Wanecker.

Gipfeltreffen in der A-Klasse Rhein-Mittelhaardt: Der souveräne Spitzenreiter TuS Altrip erwartet den Verfolger FV Berghausen (Sonntag, 15 Uhr), der zuletzt einen herben Rückschlag hinnehmen musste.

Die Altriper haben sich mit einem 6:1-Kantersieg bei Dudenhofen III Selbstvertrauen geholt. Es war der höchste Saisonsieg, der schon nach 22 Minuten beim Stand von 4:0 eingetütet war. „Es war die beste erste Halbzeit in dieser Runde. Der Kunstrasenplatz ist uns entgegengekommen“, sagt Trainer Dirk Warnecker. Fast alle Treffer seien aus dem Spiel heraus gefallen, der letzte nach einem Eckball. Das freut den Coach besonders, denn am Donnerstag zuvor standen im Training Standards auf dem Programm. Das hat sich ausgezahlt. „Wichtig ist, dass wir immer in der Lage sind, uns genügend Chancen herauszuspielen“, betont Warnecker, der dem Team auch nachsieht, dass es nach der Pause das Tempo gedrosselt hat.

Die junge Mannschaft ist reifer geworden, was sich daran ablesen lässt, dass der TuS die Dämpfer mit der 0:3-Heimniederlage gegen Neustadt und dem 1:1 in Waldsee eine Woche später sowie das Schrumpfen des Vorsprungs von neun auf vier Zähler gut weggesteckt hat. „Der Kernkader ist klein, aber die Beteiligung an den Übungseinheiten hoch. Vor dem Dudenhofen-Spiel hatten wir eine super Trainingswoche“, schwärmt der Coach. Gewinnt Altrip gegen Berghausen, dürfte dem Aufstieg in die Bezirksliga angesichts eines überschaubaren Restprogramms nichts mehr im Weg stehen. Zwei Bezirksliga-erfahrene Akteure hat der TuS nach Angaben Warneckers bereits verpflichtet: Mittelfeldspieler Nicolas Lamberty (23) vom LSC und Verteidiger Ahmet Güney (22) vom ESV.

Platz zwei verteidigen

Der FV Berghausen, dem einige wichtige Spieler gefehlt haben, hat am vorigen Sonntag das Derby in Heiligenstein 0:2 verloren. „Wir waren als Mannschaft schlecht, haben zurecht verloren, auch wenn der Schiedsrichter uns ein reguläres Tor versagt hat“, verdeutlicht Coach Predrag Nikic. Er reklamierte und sah die Rote Karte, was ihm ein Innenraumverbot für die Partie in Altrip einbrachte. Der 51-jährige Trainer wird sich die Begegnung also von den Zuschauerrängen aus ansehen müssen und darf auch in der Halbzeit nicht zu seinem Team. „Heiligenstein hat mehr gekämpft und ist mehr gerannt, während uns nicht nur die Durchschlagskraft vor dem Tor gefehlt hat“, listet der Serbe die Mängel auf.

Die Altriper seien das konstanteste Team in dieser Spielzeit und nur bei einem Sieg des FVB vom ersten Platz noch zu verdrängen. „Realistisch ist, Rang zwei zu verteidigen“, sagt Nikic mit Blick auf die näher rückenden Verfolger Limburgerhof, Südhaardter SV und Altdorf-Böbingen. Am Sonntag wird auf jeden Fall Kapitän David Sautmann wieder dabei sein. Egal wie die Saison endet, Nikic hört bei Berghausen auf. „Ich habe nicht aktiv einen neuen Club gesucht, mal sehen, ob noch etwas Interessantes kommt. Wenn nicht, freut sich meine Frau Suzana“, ist der Coach pragmatisch. Er kam 1992 nach Deutschland, stieg als Spieler mit dem TuS Mechtersheim bis in die Verbandsliga auf und arbeitet heute bei den Verkehrsbetrieben Karlsruhe. Deutschland ist für den Familienvater längst seine zweite Heimat geworden.

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