Ludwigshafen RHEINPFALZ Plus Artikel 250-Kilo-Bombe entschärft

Marco Ofenstein vom Kampfmittelräumdienst erklärt OB Jutta Steinruck, wie er mit seinem Team die 250-Kilo-Bombe entschärft hat.
Marco Ofenstein vom Kampfmittelräumdienst erklärt OB Jutta Steinruck, wie er mit seinem Team die 250-Kilo-Bombe entschärft hat.

Um 17.45 Uhr war am Mittwochabend die Gefahr für den Stadtteil West im Umfeld des Heinrich-Pesch-Hauses gebannt: Ein vierköpfiges Team des rheinland-pfälzischen Kampfmittelräumdienstes hat eine Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg entschärft.

Aufatmen bei Oberbürgermeisterin Jutta Steinruck, Ordnungsdezernent Andreas Schwarz (beide SPD) und Vize-Feuerwehrchef Jochen Hummel, die am frühen Abend vor Ort in der Nähe des Pesch-Hauses auf Entwarnung gewartet hatten. Eine gute halbe Stunde benötigte der Kampfmittelräumdienst, um die Bombe unschädlich zu machen. Das Team um den Technischen Leiter Marco Ofenstein konnte die Bombe in einer leeren Granathülle mithilfe eines Seilzugs aus einer Distanz kontrolliert sprengen. Das sei jedoch aufwendiger gewesen, als die Experten es zunächst erwartet hatten, bilanzierte Ofenstein nach der Entschärfung auf der Baustelle.

Gebiet evakuiert

Der Blindgänger war am Dienstagmorgen bei Sondierungen auf dem Baufeld der neuen Heinrich-Pesch-Siedlung gefunden worden. Vor der Entschärfung am Mittwoch ab 17 Uhr musste das Gebiet in einem Sicherheitsradius von 400 Metern um den Fundort evakuiert werden. 90 Anwohner waren davon betroffen. Mehrere Straßen, unter anderem die Frankenthaler und die Wollstraße, wurden gesperrt, einige Gewerbebetriebe mussten schließen, Bus- und Straßenbahnlinien waren unterbrochen. Um kurz vor 18 Uhr jedoch wurden alle Sperrungen wieder aufgehoben.

Die Weltkriegsbombe wurde abtransportiert und wird nun zerlegt.
Die Weltkriegsbombe wurde abtransportiert und wird nun zerlegt.

Eine Gasleitung, die sich in der Nähe des Fundortes befindet, wurde für die Dauer der Entschärfung auf einer Länge von etwa einem Kilometer von den Technischen Werke Ludwigshafen abgeschiebert, teilte die Verwaltung mit. Verschiedene Einsatzkräfte begleiteten das Projekt. Dazu gehörten der Kampfmittelräumdienst, die Berufs- und die Freiwillige Feuerwehr, der Kommunale Vollzugsdienst, die Polizei, der Wirtschaftsbetrieb, die Technischen Werke, die Lukom sowie die Einheiten des Katastrophenschutzes der Stadt.

Ausweichquartier bleibt ungenutzt

Das Ausweichquartier in der Eberthalle, das am Mittwoch ab 14 Uhr für betroffene Bürger zur Verfügung stand, wurde nach Angaben von Ordnungsdezernent Schwarz nicht in Anspruch genommen. Beim Bürgerinformationstelefon gingen jedoch von 8 bis 16.30 Uhr mehr als 20 Anrufe ein.

x