Ludwigshafen Bombenfund: 90 Anwohner müssen Häuser verlassen

Bei Bauarbeiten auf dem Gelände der neuen Pesch-Siedlung wurde die 250-Kilo-Bombe entdeckt.
Bei Bauarbeiten auf dem Gelände der neuen Pesch-Siedlung wurde die 250-Kilo-Bombe entdeckt.

Etwa 90 Anwohner im Umfeld des Heinrich-Pesch-Hauses müssen am Mittwoch bis 15 Uhr ihre Wohnungen und Häuser verlassen, damit eine Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg entschärft werden kann. Einen dringenden Appell richtet die Oberbürgermeisterin an Spaziergänger und Gassigeher.

Die am Dienstagvormittag bei Sondierungsarbeiten im Baufeld „Heinrich-Pesch-Siedlung“ in West entdeckte englische 250-Kilogramm-Weltkriegsbombe soll am Mittwochnachmittag ab 17 Uhr entschärft werden, informierte OB Jutta Steinruck (SPD) am Dienstagnachmittag bei einer Pressekonferenz. Für die Entschärfung werde um den Fundort ein Sicherheitsradius von 400 Metern gezogen. Bis 15 Uhr müsse das betroffene Gebiet geräumt sein, so Steinruck. Im Evakuierungsgebiet befänden sich überwiegend Gewerbebetriebe, nur rund 90 Anwohner seien dort gemeldet.

Betroffen sind vor allem das Heinrich-Pesch-Haus, die Frankenthaler- und Mannheimer Straße, eine Kleingartenanlage, der Katzengalgenweg und die Wollstraße. „Die Industriestraße bleibt offen“, sagte Steinruck. Aber der Straßenbahnbetrieb von und nach Oggersheim (Linie 4, Rhein-Haardtbahn) wird während der Entschärfung unterbrochen. Die Bürger sollen während der Evakuierung die Fenster ihrer Wohnungen beziehungsweise Betriebe geschlossen halten, die Rollläden herunterziehen und ihre Gebäude abschließen.

Ausweichquartier in der Eberthalle

Für Bürger, die nicht anderweitig unterkommen können, steht ab 14 Uhr am Mittwoch die Friedrich-Ebert-Halle als Ausweichquartier zur Verfügung. Das Gefahren-Informationstelefon unter der Nummer 0621 5708-6000 ist am Mittwoch ab 8 Uhr erreichbar. Der Wertstoffhof West des Wirtschaftsbetriebs ist am Mittwoch ab 15 Uhr geschlossen.

Das markierte Gebiet wird am Mittwoch bis 15 Uhr evakuiert.
Das markierte Gebiet wird am Mittwoch bis 15 Uhr evakuiert.

Stadtverwaltung und Polizei werden die Zufahrtsstraßen zum betroffenen Bereich absperren. Autofahrer sollen das Areal umfahren. Die Absperrung gilt so lange, bis der Kampfmittelräumdienst Entwarnung gibt. Die Verantwortlichen stufen die Situation als unkritisch ein und rechnen nicht mit Komplikationen.

Einen besonderen Appell richtet Jutta Steinruck jedoch an die Spaziergänger und Gassigeher, die gern ihre Runden in den Feldern drehen, die an das Baufeld der neuen Pesch-Siedlung angrenzen: „Bitte meiden Sie diesen Bereich!“

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