Ludwigshafen 16 000 Einsätze gefahren, 57 000 Essen geliefert
Der Ludwigshafener Kreisverband des Arbeitersamariterbunds (ASB) blickt auf ein erfolgreiches Jahr zurück. Dieser Überzeugung sind jedenfalls Kreisvorsitzender Holger Scharff und Kreisgeschäftsführer Jürgen Juchem. Mit den zehn Fahrzeugen im Rettungsdienst sind ihren Angaben zufolge weit über 16.000 Einsätze gefahren worden.
Ihre Erfolgsbilanz dokumentiert die ASB-Führung mit weiteren Zahlen: Dank einer „engagierten Mannschaft“ seien 1432 Bürger – und damit mehr als im Jahr zuvor – ausgebildet worden: 220 Jugendliche, 32 Schulsanitäter, 1180 Erwachsene. „Die Sparte Schulsanitätsdienste wollen wir mit Angeboten an Schulen und Kitas ausbauen. Auch Firmenschulungen sind geplant“, kündigt Juchem an. Scharff zufolge haben in diesem Jahr 41 Helfer bei 53 Sanitätsdiensten 168 Einsätze (1189 Stunden) geleistet. Für den Katastrophenschutz war die Schnelleinsatzgruppe (SEG) Betreuung an der Ersteinrichtung der Notunterkunft für Flüchtlinge an der Großen Blies beteiligt. ASB-Mitarbeiter haben vor Ort auch Flüchtlinge betreut. Im November hat der ASB den Umzug ins winterfeste Quartier in der Heinigstraße mitorganisiert. Die Rettungshundestaffel hatte 2015 zwar keinen spektakulären Einsatz – „spektakulär“ sei indes das ehrenamtliche Engagement der Männer und Frauen sowie deren Vierbeiner mit weit über 1000 Stunden. Juchem: „Diese Helfer trainieren mit ihren Hunden das ganze Jahr über.“ Als größter Anbieter im Menüservice – früher Essen auf Rädern – hat der ASB die Palette in diesem Segment laut Scharff stetig ausgebaut. Im zu Ende gehenden Jahr wurden laut ASB-Statistik 57.000 Essen ausgeliefert. Zug um Zug ausgebaut worden sei auch der Ambulante Pflegedienst. Hausnotruf, Besuchs- und Einkaufsdienste sowie die Begleitung bei Spaziergängen rundeten das Programm ab. 2016 sind Schulungen für Angehörige bei der Betreuung von Pflegebedürftigen vorgesehen. Weiterentwickelt werden soll auch das Mentorenprogramm. Gesucht werden Bürger, die vorlesen, Patienten zu Arztterminen oder beim Einkauf begleiten. Abgeschlossen wurde die energetische Sanierung der Geschäftsstelle in West. Seit November testet der ASB zwei Elektrofahrzeuge im Menüservice und in der Sozialstation. „Bewährt sich der Einsatz, dann soll im nächsten Schritt eine Photovoltaikanlage auf dem Dach der Geschäftsstelle installiert werden, um mit eigenem Strom fahren zu können“, so Scharff. Der ASB Ludwigshafen beschäftigt derzeit 72 hauptamtliche Mitarbeiter. 24 Helfer sind im Freiwilligendienst (FSJ/BFD) tätig und über 90 Ehrenamtliche im Einsatz. Ausbildungen werden für Altenpfleger, Kaufleute, Rettungshelfer sowie Rettungs- und Notfallsanitäter angeboten. Neu aufgebaut wird seit Juni die Arbeiter-Samariter-Jugend (ASJ). Aus den Lehrgängen zur Schulsanitätern haben sich 15 Jugendliche zu dieser Gruppe zusammengefunden. Sie treffen sich regelmäßig montags von 18.30 bis 20 Uhr sowie alle sechs Wochen samstags von 9 bis 15 Uhr. Einige Jugendliche beteiligen sich auch schon bei dem einen oder anderen Sanitätsdienst, weshalb Scharff überzeugt ist: „Der ASB Ludwigshafen ist für die Zukunft gut gerüstet.“