Ludwigshafen RHEINPFALZ Plus Artikel 100 Jahre Ebertpark: Wie gefeiert wird und wofür Bäcker Görtz auf zwei Millionen Papiertüten wirbt

Strahlend weiß: Die Kassenhäuschen am Park-Eingang sind bereits saniert.
Strahlend weiß: Die Kassenhäuschen am Park-Eingang sind bereits saniert.

100 Jahre Ebertpark: Was beim Festakt im Mai und die folgenden 100 Tage geboten wird, wurde im Turmrestaurant vorgestellt. Dessen Wiedereröffnung ist bereits am Samstag.

Musik, Theater, Sport, Vorträge und ein großer Festakt am 17. Mai: Das Programm für den runden Geburtstag des Ebertparks soll alle Bevölkerungsgruppen ansprechen – mit 40 Veranstaltungen, verteilt über 100 Tage. Das sind auch sonnige Aussichten für die neuen Betreiber des Turmrestaurants, das am Samstag wiedereröffnet wird.

Großer Bahnhof im Turmrestaurant und ganz schön viele Geburtstage: Der Ebertpark wird 100, die Eberthalle 60 – und Unternehmer Frank Ratzlaff wurde am Freitag 64. Mit Gastronom Stefan Gutjahr (60) will der neue Betreiber das schick renovierte Lokal mit einem frischen Konzept „aus dem Dornröschenschlaf erwecken“, wie er am Freitag in einem der Konferenzräume betonte. Er sprach von einem „herausragenden Ort“ und dem „Wohnzimmer für die Ludwigshafener Bevölkerung“. Dessen Angebot soll „unterschiedliche Zielgruppen“ ansprechen, serviert werden soll künftig einfache wie auch anspruchsvolle Küche.

Ratzlaff nutzte die Gunst der Stunde. Denn die Vorstellung des Jubiläumsprogramms für die 1925 eröffnete Anlage verfolgten zahlreiche Journalisten. Ein guter Anlass also für die Verantwortlichen der GEG Gastronomie & Event GmbH, die Wiedereröffnung des Restaurants für den Samstag, ab 12 Uhr mittags bis 1 Uhr nachts, zu platzieren.

Bei der Pressekonferenz im Turmrestaurant (von links): Lukom-Geschäftsführer Christoph Keimes, OB Jutta Steinruck sowie Bau- und
Bei der Pressekonferenz im Turmrestaurant (von links): Lukom-Geschäftsführer Christoph Keimes, OB Jutta Steinruck sowie Bau- und Umweltdezernent Alexander Thewalt.
Süße und bunte Jubiläums-Accessoires: Görtz-Herzen, Dubbeglas, Postkarten, Fotokalender und eine Görtz-Tüte.
Süße und bunte Jubiläums-Accessoires: Görtz-Herzen, Dubbeglas, Postkarten, Fotokalender und eine Görtz-Tüte.
Wahrzeichen: Bogenschütze vorm Turmrestaurant.
Wahrzeichen: Bogenschütze vorm Turmrestaurant.
Sprudelte auch am Freitag: der Sternbrunnen.
Sprudelte auch am Freitag: der Sternbrunnen.
Blick vom Turmrestaurant auf den Eingang.
Blick vom Turmrestaurant auf den Eingang.
Freuen sich auf den Neustart des Turmrestaurants: Betreiber Frank Ratzlaff (rechts) und Gastronom Stefan Gutjahr.
Freuen sich auf den Neustart des Turmrestaurants: Betreiber Frank Ratzlaff (rechts) und Gastronom Stefan Gutjahr.
Gefragt bei Interviews: OB Jutta Steinruck.
Gefragt bei Interviews: OB Jutta Steinruck.
Bald wird serviert: Gastronom Stefan Gutjahr zeigt, dass im Turmrestaurant angerichtet ist.
Bald wird serviert: Gastronom Stefan Gutjahr zeigt, dass im Turmrestaurant angerichtet ist.
Stilvoll: Für das Turmrestaurant wurde auch ein neuer Flügel angeschafft.
Stilvoll: Für das Turmrestaurant wurde auch ein neuer Flügel angeschafft.

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Unter dem Motto „100 Jahre – 100 Tage“ ging es aber in erster Linie darum, was beim Festakt und im Anschluss in der grünen Lunge der Stadt so alles geboten wird. Und das ist eine Menge: rund 40 Veranstaltungen für die ganze Familie aus den Bereichen Musik, Theater, Bewegung oder Pflanzenkunde. Die Konzertmuschel soll wiederbelebt, im Prinzip aber das ganze Areal bespielt werden.

Das 24-Hektar-Gelände in Friesenheim sei nicht irgendeine Grünanlage, sondern „ein Stück Stadtgeschichte, mit der die Menschen auch Emotionen verbinden“, betonte Oberbürgermeisterin Jutta Steinruck (parteilos). „Der Ebertpark gehört uns allen. Er soll eine Oase und ein Ort bleiben, an dem sich die Bevölkerung erholen kann“, ergänzte die 62-Jährige.

Appetit machen beim Auftakt

Beim Festakt am Samstag, 17. Mai, 11 bis 17 Uhr, wird die OB auf jeden Fall als Rednerin mit von der Partie sein. Er soll Appetit machen auf die nächsten 100 Tage. Stadtarchivar Stefan Mörz wird einen Vortrag über die Historie von Ebertpark und -siedlung halten, das Schlager-Pop-Duo Neonlicht ist angekündigt, ferner ein Drehorgelspieler. Zudem soll es Hörinstallationen geben, eine Postkartenausstellung, kostenfreie Kutschfahrten, eine Hüpfburg sowie Lama-Führungen.

Wer an einem Gewinnspiel teilnehmen will, kann Fotos vom Ebertpark einsenden (per E-Mail an gewinnspiel@lukom.com). Offene Boulespieltage sowie Kurse zum Aquarellieren oder Zeichnen sind außerdem geplant. Über weitere Programmdetails werde rechtzeitig informiert. „Es soll keine Gala werden, sondern ein Fest mit Bürgern für Bürger“, sagte Steinruck zu dessen Charakter.

Die Gesamtkoordination für das Programm liegt bei der Stadtmarketinggesellschaft Lukom sowie beim Förderkreis Ebertpark. 40.000 bis 50.000 Euro beträgt das weitgehend aus Spenden finanzierte und von Sponsoren getragene Budget. Hauptgeldgeber ist die Bäckerei Görtz.

Laut Geschäftsführer Peter Görtz bietet der Familienbetrieb nach Ostern herziges Gebäck an – pro verkauftem Teil gehen zehn Cent an den Park-Förderkreis. Ferner wirbt das Unternehmen in seinen über 220 Filialen ab Montag auf insgesamt zwei Millionen Papiertüten für das Jubiläum, seine Events und verweist auf das Spendenkonto des Förderkreises. Mindestens 20.000 Euro werde Bäcker Görtz am Ende zuschießen, versprach der Chef am Freitag.

Die Lukom bietet spezielle Dubbegläser (6,90 Euro) sowie Postkarten und Fotokalender an, die man bei der Tourist-Info oder in der BASF-Weinkellerei beziehen kann. Ein Teil des Erlöses fließt in die Festkasse. Auch die Bäckerei Lanzet geht auf das Jubiläum ein: mit einem Festbrot, dessen Kruste den Sternbrunnen abbildet.

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