Landau Zwischen Tradition und Moderne

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Anlässlich seines zehnjährigen Bestehens hatte der Chor „Unisono“ der protestantischen Gemeinde Ottersheim am Sonntag in die geräumigere katholische Kirche zu einem Jubiläumskonzert eingeladen. Das Programm wurde von mehreren örtlichen Chören und einem Instrumentalensemble des Musikvereins vielseitig gestaltet.

Die Mitwirkenden bewegten sich beeindruckend zwischen Tradition und Moderne, präsentierten historisch gewachsene Chormusik aus Europa ebenso wie Liedgut anderer Kulturkreise. Viel Lob erhielt Nina Hörner für die Leitung des evangelischen Kirchenchors. Anna von der Ahe moderierte souverän das Konzert. Nach der Begrüßung durch die „Unisono“-Vorsitzende Anne von der Ahe bestritt den Konzertauftakt das Instrumentalensemble unter Leitung von Rolf Kaiser mit der Ouvertüre aus der „Feuerwerksmusik“ von Georg Friedrich Händel. Schwungvoll ging es weiter mit „Lobe den Herrn, sing’ ihm dein Lied“, das als Motto dieses Abends auch die anderen Chören in ihrer Literaturauswahl berücksichtigten. So auch der Männerchor der „Vereinigten Sänger“, der unter Leitung von Christian Kröper mit A-cappella-Versionen von „Herr der Herrlichkeit“, „Sanctus“ und „Die Rose“ zur Vielfalt des Programms beitrug. Religiöses Liedgut aus Afrika wie „Anatupenda“, von der Trommel unterstützt und von „Unisono“ temperamentvoll vorgetragen, verdeutlichte die besondere Zuneigung der Chorleiterin zu Melodien der afrikanischen Christen. Von lebendigen Rhythmen geprägt war auch der „Unisono“-Auftritt mit bekannten Spirituals und Gospels amerikanischer Herkunft wie „Good news“ oder „This little light of mine“. Ebenso sicher und voller Sangesfreude erklang „Happy“ des US-Sängers Pharrell Williams, das 2013 auch in Europa ein Riesenhit wurde. Mit dem Psalm „Wie freundlich ist deine Wohnung, Herr“, dem „Vater unser“ und „Exultate justi in domino“ brachte der katholische Kirchenchor unter Leitung von Werner Heidenreich europäische Kirchenmusik zu Gehör und intonierte zusammen mit „Unisono“ das populäre „Abendlied“. Den Gemeinschaftssinn der Ottersheimer Vereine verdeutlichte als krönender Abschluss der von allen Mitwirkenden vorgetragene „Irische Segenswunsch“, der – wie die Vorträge zuvor – mit viel Applaus bedacht wurde.

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