Landau Zwei Damen mit Geheimnissen

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Leichen im Keller, die diskret im Panamakanal verschwinden – und trotzdem ein reines Gewissen. Diese Konstellation gibt es im Stück „Arsen und Spitzenhäubchen“ von Joseph Kesselring zu sehen. Die Theater-AG des Gymnasiums des Alfred-Grosser-Schulzentrums Bad Bergzabern hat das Stück neu aufgelegt.

Die Darsteller dieses Stücks stecken schon in der heißen Probephase, denn am Donnerstag ist Premiere. Unter der Regie von Berthold Blaes, seit 1984 Leiter der Theater-AG, wird in diesem Jahr das mittlerweile 30. Theaterstück inszeniert und mit viel Herzblut auf die Bühne gebracht. Nach einigen stimmlichen Übungen, wie „Ha“- oder „Ki“-Rufen, gehen die Proben, die nach den Osterferien starteten, weiter. Zum ersten Mal steht der 13-jährige Paul Jakob Jäger auf der Bühne. Er freut sich, dass er eine der Rollen übernehmen durfte: „Mit meiner Mutter steh’ ich oft zusammen auf der Bühne, aber so eine Theateraufführung ist doch etwas ganz anderes.“ Es mache Spaß, in Rollen zu schlüpfen, sei aber ziemlich anstrengend, meint der junge Schauspieler, denn, so fügt er hinzu: „Herr Blaes meint, ich solle noch an meiner Aussprache üben. Vor allem das S verschlucke ich meist.“ Dagegen sind die 18-jährige Larissa Rohde, aus der zwölften Klasse des Gymnasiums, und Sarah Forbat, die dieses Jahr Abitur gemacht hat, schon alte Hasen in der Theater-AG. Rohde, die den gesuchten Serienmörder Jonathan Brewster herrlich böse verkörpert, bestreitet mittlerweile ihre vierte Aufführung. Forbat, die Abby Brewster, eine der netten Tanten, darstellt, ist schon seit der siebten Klasse im Ensemble. Beide finden die Truppe toll. Auch die Ideen ihres „Theaterintendanten Bert Blaes“ seien immer spannend, abwechslungsreich und sehr anspruchsvoll. „Die Proben ziehen sich meist über Stunden“, meint Larissa Rohde, „da muss man sich schon motivieren können. Ist aber für das Eingewöhnen in die Rollen sehr wichtig.“ Unterstützt werden die Jungschauspieler während der Proben von ihren Müttern. „Sie kochen für uns und bringen die frisch zubereiteten Mahlzeiten direkt zu den Proben in die Aula. Das ist schon ein toller Service“, freut sich Rohde. Der schönste Moment sei dann das zusammen Erarbeitete gemeinsam auf die Bühne zu bringen, meint Forbat. Daniel Schick hat früher schon in der Theater-AG an der Realschule gespielt. „Da sind auch Schüler aus der fünften oder sechsten Klasse dabei und die Proben ganz anders als hier“, berichtet er. Bei Berthold Blaes sei der Anspruch die Herausforderung. Die Schauspielerei finde er „echt cool“. Das Stück erzielte einen Welterfolg durch die Verfilmung mit Cary Grant und wird seit 1941 aufgeführt. Die beiden liebenswerten älteren Damen Abby und Martha Brewster (Sarah Forbat und Lara Abele) leben in ihrer eigenen Welt. Sie beschließen, zwölf ältere Männer von ihrem irdischen Leiden zu erlösen und schicken sie ins Jenseits. Um sich anschließend der sterblichen Überreste zu entledigen hilft ihnen Neffe Teddy (Nam Ngyen). Als ihr anderer Neffe Mortimer (Ujiol Teichmann) auftaucht und Serienmörder Jonathan Brewster mit Doktor Einstein (Jana Matthes) ins Haus platzt, wird es turbulent. Info Die Theater-AG zeigt „Arsen und Spitzenhäubchen“ am 21., 23., 28. und 30. April, jeweils um 20 Uhr in der Aula des Alfred-Grosser-Schulzentrums. Der Eintritt kostet 7, ermäßigt 4 Euro.

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