Landau „Zeichensprache“ im Fokus

Werke von Maler und Grafiker Artur Bozem aus Rosenkopf können ab Sonntag, 29. April, in der Dahner Kreisgalerie bewundert werden. „Zeichensprache“ lautet der Titel der Ausstellung, die bis zum 27. Mai besucht werden kann.
Der in Mannheim lebende Schriftsteller und Kunsthistoriker Helmut Orpel wird die Besucher am Eröffnungstag, 11 Uhr, in die Ausstellung einführen. Für musikalische Unterhaltung wird das Duo „Duell“ sorgen. Geboren 1952 in Neuwied und aufgewachsen in Andernach hat Artur Bozem viele Jahre seines Lebens im Rheinland verbracht. Nach seiner Ausbildung zum Werbedesigner hat Bozem an der Werbefachschule in Köln studiert, wo er anschließend auch als Grafiker tätig war, bevor er sich später in Rosenkopf im Landkreis Südliche Weinstraße niederließ. Bozem findet seine Vorbilder bei den Vertretern der informellen Kunst. Auch seine eigenen abstrakten Arbeiten lassen sich dieser Kunstrichtung zuordnen. Neben der ungegenständlichen Arbeitsweise sind für ihn figürliche Darstellungen des Menschen charakteristisch. Diese sind selten naturrealistische Abbilder, sondern zeigen in wenig bis stark abstrahierter Form Körperfragmente von Menschen in besonderen Situationen. Experimentierfreudigkeit mit Materialien, Formen und Farben sind prägendes Merkmal seines künstlerischen Schaffens. Zahlreiche Werke Bozems wurden für öffentliche und private Sammlungen angekauft. Häufig arbeitet Bozem zu bestimmten Themen aus der Mythologie, Historie oder Politik, mit denen er sich malerisch und grafisch auseinandersetzt und mitunter gesellschaftspolitisch Stellung bezieht. Neben seiner künstlerischen Tätigkeit ist Artur Bozem in der Organisation einiger Künstler-Vereinigungen und -Verbände engagiert, beispielsweise in der Arbeitsgemeinschaft Pfälzer Künstler und im Berufsverband Bildender Künstler. Seine Aktivitäten umfassen unter anderem Juroren-Tätigkeit, Ausstellungsmanagement und Kommunikationsdesign. Auch einige Auszeichnungen hat Bozem erhalten. So wurde er 1986 mit dem Preis der „Käthe-Dannenmann-Stiftung“ und 2003 mit dem „Kaiser-Lothar-Preis“ der EVBK prämiert. Info Die Kreisgalerie in der Schulstraße 14 in Dahn hat täglich von 15 bis 18 Uhr geöffnet. Infos gibt es unter Telefon 06391 32 22. Der Eintritt zu der Ausstellung ist frei.