Landau Zeichen der Freundschaft gesetzt

Bei seinem zweitägigen Besuch in der französischen Partnergemeinde Etang-sur-Arroux hat der Edenkobener Bürgermeister Werner Kastner gemeinsam mit seinem französischen Amtskollegen Dominique Commeau einen Apfelbaum gepflanzt. Diesen hatte die Delegation aus Edenkoben als Zeichen der Freundschaft mitgebracht. Die knapp 30 Gäste, darunter etliche Stadtratsmitglieder, nahmen viele interessante Eindrücke mit nach Hause. Von der Gastfreundschaft zeigten sich alle überwältigt.
Oft wurden die Worte „Partnerschaft“ und „Freundschaft“ an diesem Wochenende zitiert. Ja, es ist schon etwas Besonderes, dass Edenkoben und Etang-sur-Arroux in Burgund seit über 40 Jahren verbunden sind. Die anfängliche Euphorie mag verflogen sein, doch die Grundfeste stehen stabil. Und mit dem Apfelbaum, den die beiden Bürgermeister am Rondell de l’Europe am Sonntagvormittag setzten, wurde die Freundschaft einmal mehr zementiert. Bei dem Abendessen im frisch renovierten Festsaal am Samstagabend betonte Bürgermeister Kastner, wie wichtig es sei, in diesen Tagen, in denen die Welt aus den Fugen zu geraten scheint, ein friedliches Miteinander zu pflegen. „Wir wollen einen Beitrag zu einem gelingenden Europa leisten.“ Kastner verhehlte nicht, dass Europa derzeit schwierige Zeiten durchlebe, bedingt durch Finanz- und Flüchtlingskrise. Gerade deshalb seien die Treffen der Bürger, aber auch die zwischen der Realschule plus und dem Collège Gabriel Bouthier von Bedeutung. Das gegenseitige Kennenlernen stärke die Toleranz und das Verständnis füreinander. Kastner dankte Peter Kirsch und Claudine Unterhuber, stellvertretend für den gesamten Freundeskreis, für das Engagement. Jean-Yves Jeannin, Präsident der Gemeinschaft der Gemeinden – das entspricht unseren Verbandsgemeinden – rief ebenfalls dazu auf, bei aller Verschiedenheit an einem gemeinsamen Europa zu bauen. Sein deutscher Kollege, Olaf Gouasé, konnte krankheitsbedingt nicht an der Reise teilnehmen. An die zahlreichen Begegnungen hie wie da erinnerte Bürgermeister Commeau. Sein Lob galt seinen Vorgängern und den Kollegen aus Edenkoben sowie allen, die in den vielen Jahren für die Partnerschaft verantwortlich gezeichnet hatten. Der scheidende Vorsitzende des Partnerschaftskomitees, Jean-Pierre Marie, zählte die Veranstaltungen auf, die in Edenkoben und Etang schon gemeinsam begangen wurden. Er appellierte an die Freunde, neue Ideen zu entwickeln, um die Partnerschaft für junge Menschen attraktiv zu gestalten. Claudine Unterhuber, Vorsitzende des Freundeskreises, bedauerte Maries Rückzug. Sie hoffte, dass „ein guter Nachfolger gefunden wird“. Bei einem Stadtrundgang am Nachmittag hatten sich die Edenkobener ein Bild von der Entwicklung der rund 2100 Einwohner zählenden Partnergemeinde verschafft. Für 2,3 Millionen Euro − einen Zuschuss in Höhe von 750.000 Euro gewährt Paris − soll die Grundschule saniert werden. Baubeginn ist noch in diesem Jahr. In der Nähe der Kirche entsteht ein neuer Parkplatz mit 50 bis 60 Stellplätzen. Außerdem wird hier eine neue Straße gebaut. Die Krippe und die einen Steinwurf entfernte Kantine sind bereits fertig. Der Kindergarten, direkt nebenan, ist innen renoviert worden. Froh zeigte sich Beigeordnete Odile Maneval, dass sich in diesem Viertel eine Hausärztin niedergelassen hat. „Wir müssen trotz knapper Kassen in die Zukunft investieren, denn nur so bleibt unsere Stadt für junge Leute und für Neubürger interessant“, betonte Commeau. Jenseits des Flusses haben Banken und neue Geschäfte eröffnet, ein Zeichen dafür, dass die Stadt auf einem guten Weg ist.