Landau Wohnheim hilft im Haifischbecken Immobilienmarkt

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Als Staatssekretärin hat sie vor einem Jahr Richtfest für das neue Studentenwohnheim gefeiert, gestern war sie Ehrengast bei der Eröffnung des zehn Millionen Euro teuren dreiteiligen Bauwerks im Quartier Vauban: Vera Reiß (SPD), die neue Bildungs- und Wissenschaftsministerin des Landes Rheinland-Pfalz.

Der Termin in Landau war ihr erster offizieller im neuen Amt. „Was kann einer Südpfälzerin Besseres passieren?“, fragte die gebürtige Kandelerin. Am Mittwochmittag ins Amt eingeführt, habe sie zwar schon die neuen Visitenkarten, fühle sich aber immer noch als Staatssekretärin, plauderte sie vor den rund 100 Gästen ein bisschen aus dem Nähkästchen. Die Begrüßung mit den Offiziellen war herzlich ausgefallen, man kennt sich. Mit Nachbarn aus dem Wohngebiet an der Weißenburger Straße, Vertretern von Universität und Stadt feierte das Studierendenwerk Vorderpfalz die anfangs heftig umstrittene Ansiedlung im Südwesten Landaus. Oberbürgermeister Hans-Dieter Schlimmer (SPD) dankte für „kreative“ Abweichungen vom ursprünglichen Plan. Die Anlage war zu Semesterstart im Oktober voll belegt. Gemanagt hat dies alles Alexandra Diestel-Feddersen, die Geschäftsführerin des Studierendenwerks Vorderpfalz. Sie dankte dem Land für 1,5 Millionen Euro Zuschuss (wir berichteten zuletzt am 13. Oktober). Auf dem angespannten freien Wohnungsmarkt in Landau konkurrierten Studierende mit anderen Bevölkerungsgruppen um bezahlbaren Wohnraum, betonte sie. Umso wichtiger seien preiswerte öffentliche geförderte Angebote für sie. Billiger und guter Wohnraum sei von elementarer Bedeutung für Studierende, stimmte ihr die Ministerin zu. Reiß sieht im Wohnheimbau einen Beitrag zu Chancengleichheit. Für Landau sei das Projekt eine Visitenkarte, die Uni habe sich extrem dynamisch entwickelt. Roman Heiligenthal, Präsident der Universität Koblenz-Landau, würdigte das Projekt als zukunftsfähig für die nächsten Studierendengenerationen und Asta-Vorsitzender Yann Schosser lobt das Konzept der Wohngemeinschaften. Das unterstreiche den sozialen Gedanken des Studentendaseins. Jendrik Petersen, Vorsitzender des Verwaltungsrats des Studierendenwerks, war wegen Krankheit ans Bett gefesselt und ließ über seine Frau Grüße ausrichten. In einer bewegenden Rede würdigte er die Zusammenarbeit mit der Geschäftsstelle und äußerte sich kritisch zu den Folgen der Einführung von Bachelor- und Masterstudiengängen. Es gehe nur noch um Zahlen und Drittmittel, für das Gespräch mit den Studierenden und die Erkundung neuer Wege sei keine Zeit. (sas)

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