Landau WM: Schulbank später drücken?

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Am Donnerstag, 12. Juni, startet die Fußballweltmeisterschaft in Brasilien. Wegen der Zeitverschiebung sind die Spiele bei uns erst spätabends oder in der Nacht zu sehen. Die Landauer Schulen wollen dennoch nicht nach der Gleichung „späte Anstoßzeiten gleich späterer Schulbeginn“ unterrichten.

Grundsätzlich könnten die Schulen über den Unterrichtsbeginn selbst entscheiden, heißt es im Bildungsministerium; wegen ganz praktischer Probleme beispielsweise beim Schülertransport werde davon aber wohl kaum Gebrauch gemacht, sagt Pressesprecher Wolf-Jürgen Karle. Das bestätigt eine kleine Umfrage: An allen weiterführenden Schulen in Landau startet während der WM der Unterricht zu den regulären Zeiten. „Da gab es bislang keinen Gesprächsbedarf“, sagt Rainer Rothe, Schulleiter am Max-Slevogt-Gymnasium. Er treffe sich einmal wöchentlich mit der Schülervertretung, und die habe sich zu diesem Thema noch nicht geäußert. Prinzipiell könnte man zwar flexibel sein, doch das würde mit den Fahrplänen der Schulbusse kollidieren, erklärt der Schulchef. Hans Peter Neumann, Schulleiter am Eduard-Spranger-Gymnasium, verweist amüsiert auf das „Jahrhundertspiel“ Deutschland gegen Italien im Halbfinale der WM 1970 in Mexiko. Dieses sei auch bis 1.30 Uhr in der Nacht gegangen und es habe keinen daran gehindert, am nächsten Morgen in die Schule zu gehen. „Der Spielplan ist bekannt. Auf Klassenarbeiten in den ersten Stunden wird wohl verzichtet werden“, sagt Neumann. (midt)

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