Landau RHEINPFALZ Plus Artikel Wer hat das beste Konzept für ein Filetgrundstück?

In der Paul-von-Denis-Straße schließen sich die Lücken rasch.
In der Paul-von-Denis-Straße schließen sich die Lücken rasch.

Die Stadt Landau will das vorletzte Grundstück an der Paul-von-Denis-Straße vermarkten. Danach ist in diesem Gewerbe- und Mischgebiet von 4,5 Hektar Größe nur noch ein einziges Grundstück ungenutzt, das des ehemaligen Voodoo-Clubs.

Die Stadt hatte erst Ende 2016 mit der Vermarktung der „Filetgrundstücke“ an der Paul-von-Denis-Straße begonnen. Das war zunächst für 2018 geplant gewesen, aber wegen starker Nachfrage nach Gewerbeflächen vorgezogen worden. Dort hat sich inzwischen auch die Polizeidirektion mit einem großen Neubau angesiedelt. Unterdessen arbeitet die Stadt daran, ihr Gewerbegebiet zwischen Innenstadt und Autobahn nochmals in großem Umfang zu erweitern.

Schwerpunkt bei Gesundheit

Nach Angaben von Oberbürgermeister Thomas Hirsch und Wirtschaftsförderer Martin Messemer soll das gut 5700 Quadratmeter große, längliche Grundstück westlich der Paul-von-Denis-Straße zwischen Mozart- und Cornichonstraße für den Wohnungsbau und Gewerbe genutzt werden. In der Straße hat sich mit dem Gesundheitszentrum Medivicus (derzeit im Bau) und einem Versandhaus mit Produkten für Diabetiker (fertig) sowie der geplanten Ansiedlung eines Technologieunternehmens aus dem Gesundheitsbereich (Fitness-App) ein Schwerpunkt auf dem Bereich Medizin/Pflege herausgebildet, der nach Möglichkeit durch den Neubau noch weiter gestärkt werden soll.

Die Stadt will das Grundstück daher zum Festpreis von gut 1,9 Millionen Euro (336 Euro pro Quadratmeter) an den Investor mit dem besten Konzept vergeben. Bedingung ist, dass der Neubau zu „nahe 50 Prozent“, aber nicht mehr, zum Wohnen genutzt wird. Laut Quotierungsrichtlinie muss ein Drittel des Wohnraums geförderter Wohnraum sein. Auch die Solarrichtlinie der Stadt greift, es muss also auf dem Flachdach Energie erzeugt werden.

Vergabe nach Konzept, nicht Preis

Die Stadt hofft auf Konzepte, die zum Beispiel betreutes Wohnen oder temporär belegte stationäre Plätze vorsehen. Klassische Pflegeheime oder größere Einrichtungen für Betreutes Wohnen sind nicht erwünscht. Bauamtsleiter Christoph Kamplade erwartet eine drei- bis vierstöckige, architektonisch anspruchsvolle Lösung mit einer Tiefgarage unter dem Gebäude, die den Übergang zwischen Gewerbe und dem angrenzenden Wohnpark am Ebenberg herstellt. Interessenten können sich von Oktober bis Februar vertraulich bei der Stadt bewerben, das Grundstück soll im Sommer 2022 verkauft werden. Baurecht besteht bereits. Der Käufer kann also sofort loslegen.

x