Landau Von wegen immer nur spielen – es gibt viel zu tun

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Fünf Jahre ist die Integrative Kindertagesstätte „Pusteblume“ in Bad Bergzabern in diesem Jahr geworden. Da war am vergangenen Wochenende Feiern, Singen, Tanzen und Lachen angesagt. Nicht nur die Eltern und Großeltern der „Pusteblume“-Kinder hatten Zeit, sich umzuschauen.

Pünktlich um elf Uhr wurde das Fest mit dem Lied „Bonjour“ begonnen. Da sangen alle Kinder aus den Libellen-, Maikäfer-, Ameisen-, Frösche- und Schnecken-Gruppen lauthals mit. Und das wortgetreu, denn: In der Kindertagesstätte gibt es seit einiger Zeit das Fremdsprachenangebot Französisch, das von einer Erzieherin durchgeführt wird. In dem eigens für das Fest kreierten Theaterstück „Fünf Jahre – fünf Gruppen“ zeigten die Kinder einen Einblick in ihren Alltag in der Kindertagesstätte. Da wurde geturnt, ein Morgenkreis durchgeführt oder mit dem großen bunten Ballonzelt vermittelt, wie man sich spielerisch auf das Leben nach dem Kindergarten vorbereitet. „Ja, wir haben schon eine Menge zu tun. Das muss alles geschafft werden“, sind sich ein paar Jungen aus der Ameisen-Gruppe einig. Von 95 Kindergartenplätzen sind im Moment 94 belegt, berichtet Leiterin Rita Voos. „Aber unsere Vorschulkinder verlassen uns bald. Und es werden wieder 21 Plätze frei.“ Fünf Gruppen stehen den Kindern zur Verfügung. Zwei integrative, zwei Regel-Gruppen sowie eine Gruppierung mit einer Altersmischung von eins bis sechs Jahren. Für Vanessa, sieben Jahre alt, ist dies das letzte Sommerfest in ihrem Kindergarten. Denn nach den Ferien geht es mit der Schule los. Doch heute werde gefeiert, meint ihre Mutter. Die ganze Familie ist unterwegs. Sie habe ihre Tochter gleich nach der Geburt hier angemeldet und bereue es nicht: „Die Kinder untereinander machen keine Unterschiede wo du herkommst oder wer du bist. Da ist eher die Frage: Willst du mit mir spielen?“ Günter Spieth, Verwaltungsratsvorsitzender der Lebenshilfe Landau/Südliche Weinstraße, und Heiner Dahl, Geschäftsführer der Lebenshilfe SÜW in Offenbach, zeigten sich erfreut über das große Interesse an der integrativen Kindertagesstätte „Pusteblume“ und animierten die Besucher, sich die Räumlichkeiten in aller Ruhe anzusehen. „Eigentlich wurde damals für drei Gruppen gebaut. Innerhalb kurzer Zeit ist der Bedarf stetig gestiegen“, erklärt Dahl. Um diesen in der Region Bad Bergzabern zu decken, sei inzwischen zweimal angebaut worden, fügte Spieth hinzu. Gleichzeitig werde den interessierten Eltern ein modernes und zeitgemäßes Konzept angeboten. Die Chance, sich umzusehen, ließen sich die Besucher nicht entgehen. Einige der Kinder ergriffen die Gelegenheit direkt beim Schopf um der Oma mal zu zeigen, wo ihre Stühlchen stehen und mit was für einem Spielzeug sie am liebsten spielen. Auch eine Katze ließ es sich nicht nehmen, einen Blick in die Kita zu werfen. Rita Voos, seit 2010 Leiterin der „Pusteblume“, erklärt: „Unser Team besteht aus 15 Erzieherinnen. Inklusive einer Psychologin, Logo- und Ergotherapeutin, sowie einer Fachkraft für die Sprache Französisch und einer Erzieherin für die Sprachförderung in deutscher Sprache.“ „Bei uns wird keiner ausgegrenzt und keiner steht alleine“, betont die Leiterin das wichtigste Element der Integrativen Kindertagesstätte. Das zeigt sich auch an der Kuchentheke. Ein paar Mädchen teilen sich einträchtig drei Stück Kuchen auf einem Pappteller und erzählen sich kichernd die neusten Neuigkeiten. (alve)

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