Landau Vertikalbeet erfrischt Passanten
Mobile vertikale Gärten sind eine einfache Möglichkeit, versiegelte Flächen aufzuwerten, erklärt Markus Dotterweich, Entwicklungsleiter beim Start-Up-Unternehmen MobiGa in Neustadt, das solche Systeme entwickelt. Die Hochgärten sollen die Aufenthaltsqualität verbessern und dazu beitragen, die Stadt an den Klimawandel anzupassen – ein großes Thema in allen Innenstädten. Bei den begrünten Stadtmöbeln handelt es sich um Pflanzeninseln mit Sitzbänken, die mit der richtigen Bepflanzung zudem ein Nahrungsangebot für Insekten bieten können. Derzeit stellt das Unternehmen solche Gärten auf der Bundesgartenschau in Mannheim aus.
Systeme stehen auf der Buga
Die Systeme haben nach Unternehmensangaben einen geringen Wartungs- und Pflegebedarf. Sie bestehen aus einem Edelstahlgestell mit Kiefernholzbeplankung. Die Pflanzen werden mit Regenwasser bewässert, das auf dem Dach aufgefangen und in einem integrierten Tank gesammelt wird. Über eine App kann der aktuelle Bewässerungsstatus abgefragt werden.
Am Stiftsplatz werden bereits seit 2020 verschiedene MobiGa-Systeme in einem Forschungsprojekt getestet. Seit Juli befindet sich dort ein neues Serienmodell, das bis zum Herbst dort stehenbleiben soll.
Die Hochgärten sollen bereits allein durch ihre Bepflanzung und den Schattenwurf Plätze wohnlicher machen. Nun kommt noch ein Hochdrucksprühnebel-System dazu, das an heißen Tagen die unmittelbare Umgebung um bis zu zwölf Grad abkühlen könne. Das Wasser wird aus acht Düsen mit mehr als 80 Bar Druck vernebelt. Durch die Verdunstung gibt es eine starke Abkühlung. Der Wasserverbrauch sei gering, so Dotterweich: Er betrage nur zwei bis drei Liter pro Stunde.
Info
Passanten können am Donnerstag, 24. August, von 13 bis 18 Uhr die Vernebelungsanlage testen. Ein Team des Herstellers steht als Ansprechpartner zur Verfügung.