Landau / SÜW Verkehrswende-Bündnis will Halbstunden-Takt nach Pirmasens

Bahnstopp am Landauer Westbahnhof.
Bahnstopp am Landauer Westbahnhof.

Spätzüge und der Halbstunden-Takt auf der Bahnstrecke Landau-Pirmasens – das ist das Ziel des Bündnisses für Verkehrswende Südpfalz. Die Gespräche sind abgeschlossen.

Im vergangenen Jahr hatte das Bündnis für Verkehrswende eine breit aufgestellt Gesprächsreihe gestartet und eine Petition aufgesetzt. Ziel ist die Einführung von Spätzügen und ein Halbstunden-Takt im Nahverkehr zwischen der Süd- und der Südwestpfalz. Seit August 2024 hatte das Bündnis Unterschriften gesammelt.

Nach einer Mitteilung von Michael Schindler vom Kreisverband Landau-SÜW des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs haben die Gespräche ihren vorläufigen Abschluss gefunden. Die Mitglieder des Bündnisses haben sich mit den Vertretern der Landkreise und kreisfreien Städten im Queichtal sowie dem Zweckverband ÖPNV RLP Süd getroffen. Auch Schüler der Region sollten in den Prozess eingebunden werden. Deswegen war das ursprüngliche Ende der Online-Petition vom 31. Januar auf den 30. April verlängert worden. Mehr als 1700 Menschen haben die Petition bislang unterzeichnet.

Dasselbe Ziel

Schindler berichtete am Wochenende von einem letzten Treffen im Kreishaus der Südliche Weinstraße in Landau. Teilnehmer waren unter anderem Landrat Dietmar Seefeldt, Vorsteher des für den regionalen Bahnverkehrs zuständigen Zweckverbands ÖPNV RLP Süd, und der stellvertretende Verbandsdirektor Michael Engbarth. Die Petition wurde durch sechs Delegierte vertreten: Vier vom Bündnis für Verkehrswende Südpfalz, zwei von der Schülerzeitung „Spickzettel“ des Trifelsgymnasiums Annweiler und zwei Vertreter der Initiative Klimastreik Landau.

„Wir verfolgen alle dasselbe Ziel“ – das sei die übereinstimmende Meinung gewesen, teilt Schindler mit. Ein Wermutstropfen aber seien die Aussagen der Vertreter des Zweckverbands gewesen. „Es ist schlicht nicht genug Geld für die erforderlichen Maßnahmen vorhanden. Oder anders formuliert: Die aktuellen politischen Rahmenbedingungen in Bund und Land lassen eine solide Finanzierung nicht zu.“ Ums liebe Geld sei es zuvor auch im Gespräch mit der Grünen-Landtagsabgeordneten Lea Heidbreder aus Landau gegangen. Sie habe Zahlen zu den Finanzmitteln des Bundes und des Landes für den ÖPNV zur Verfügung gestellt.

Wie viel Geld fehlt?

Die Ergebnisse beider Gespräche sollen jetzt zu einer Strategie des weiteren Vorgehens führen, so das Fazit der Initiatoren der Petition. Sie hätten gerne eine Berechnung der Kosten für ihre Anliegen. „Wir brauchen mal eine Hausnummer und wüssten gerne, wie viel Geld fehlt“, sagte Schindler gegenüber der RHEINPFALZ. Deshalb wünsche sich das Bündnis in absehbarer Zeit einen Beschluss der Verbandsversammlung zur Kostenermittlung. Dietmar Seefeldt habe angekündigt, das Thema des Queichtalverkehrs bei der nächsten Versammlung des ZÖPNV zumindest unter dem Punkt „Informationen“ zur Sprache bringen.

Wer sind die Initiatoren? Das Bündnis ist ein Zusammenschluss von Pro Bahn, BUND, Verkehrsclub Deutschland, Fridays For Future, Attac, Allgemeiner Deutscher Fahrradclub und Bürgerinitiative Queichtal. Das Bündnis setzt sich für eine klimaverantwortliche Verkehrsinfrastruktur im ländlichen Raum ein. Insbesondere die Ertüchtigung des ÖPNV mit enger Taktung und guten Anschlüssen zum Fernverkehr auch in den Randzeiten bilden den Schwerpunkt. Dazu gehörten auch auf dem Land Car-Sharing, On-Demand-Angebote und sicherer Radverkehr.

Info

Die Petition ist auf der Plattform www.openpetition.de unter dem Titel „1/2-Stunden-Takt und Spätzüge im Queichtal“ zu finden.

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