Landau / SÜW
Verein Silberstreif ist mit den Aufgaben gewachsen
Hell und modern eingerichtet, mit großer Fensterfront und einem Blick ins Grüne – der Verein Silberstreif gegen Altersarmut in Landau präsentiert sich in neuen Räumen. Die Verantwortlichen sind von der Waffenstraße an den Stiftsplatz umgezogen. Dort stehen ihnen zwei Räume im Gemeindehaus der protestantischen Stiftskirchengemeinde zur Verfügung, die neben den katholischen Kirchengemeinden St. Maria und Heilig Kreuz und dem Verein Seniorenbüro-Ehrenamtsbörse Landau Trägerin des Vereins ist.
„Wir mussten uns verändern, um auch weiterhin all unseren Aufgaben gerecht werden zu können“, erklärt die Vereinsvorsitzende Christine Baumann im Pressegespräch. Die Landauerin hat den Verein vor sechs Jahren ins Leben gerufen, um in Armut geratene Senioren finanziell zu unterstützen. Seitdem ist die Organisation weiter gewachsen.
Hilfe im Alltag
„Unsere Hilfeleistungen nehmen auch weiterhin zu. Genauso wie die Zahl unserer Kunden und Kundenbetreuer“, berichtet Baumann. Neben finanziellen Soforthilfen – etwa wenn eigenes Geld für eine neue Brille oder Zahnersatz fehlt – leistet Silberstreif auch Hilfe im Alltag. Beispielsweise beim Einkaufen, einer Renovierung oder bei Besuch von Ämtern. Mit der Pandemie kamen außerdem weitere Aufgaben hinzu. Des Weiteren ermöglicht der Verein etwa mit der jährlichen Fahrt ins Blaue, dem traditionellen Osteressen oder der Ausgabe von Jahreskarten für den Landauer Zoo seinen Kunden die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben.
Längst erstreckt sich die Arbeit nicht nur auf Landau. Inzwischen ist Silberstreif auch im Kreis Südliche Weinstraße tätig. Zu seinen insgesamt 203 Kunden gehören laut Baumann etwa Senioren aus Annweiler, Bad Bergzabern und Maikammer. Aus diesem Grund hat sich der Verein jüngst mit Netzwerkpartnern aus dem Kreis zusammengeschlossen. Etwa mit Gemeindeschwestern und Pflegestützpunkten. Ihren Namen wollen die Mitglieder deshalb zu Silberstreif gegen Altersarmut in Landau und SÜW ergänzen.
„Schöner Baustein“
Über ein Dutzend ehrenamtliche Betreuer kümmern sich um die Anliegen der hilfebedürftigen Senioren. Das kleine Büro in der Waffenstraße platzte aus allen Nähten. Dekan Volker Janke brachte schnell das Gemeindehaus ins Spiel. Die Arbeit, die Silberstreif leistet, passe einerseits zum Thema Kirche. Andererseits sei der Bedarf an sozialen Projekten, die durch das Miteinander von Stadt, katholischer und protestantischer Kirche gestemmt werden, in Landau groß.
„Für uns ist Silberstreif ein schöner Baustein, um für die Menschen vor Ort da zu sein“, betont Janke. Baumann freut sich, dass dem Verein neben den 70 Quadratmetern auch die Küche und weitere Gemeinschaftsräume des Gemeindehauses zur Verfügung stehen. Die Miete kostet 660 Euro monatlich. Geld, dass der Verein durch Spenden finanziert.
Das neue Büro von Silberstreif ist barrierefrei zugänglich. Vom Erdgeschoss führt ein Aufzug in die obere Etage, wo sich die frisch renovierten Räume befinden. Im Eingangsbereich steht ein runder Tisch, an dem die Senioren empfangen werden. Eine gemütliche Sitzecke schafft wohlige Atmosphäre und steht unter anderem den Kundenbetreuern und ihren Kunden für Gespräche zur Verfügung. Hinter der Verbindungstür verbirgt sich das eigentliche Büro, von wo aus die ehrenamtlichen Mitarbeiter Hilfeleistungen organisieren und koordinieren.
Info
Silberstreif – gegen Altersarmut in Landau, Stiftsplatz 9, Landau, Telefon 06341 2665594, E-Mail: info@silberstreif-landau.de