Landau Vögel, Libellen und Bienen

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Wer den Natur-Lehr-Spiel-Pfad in Römerberg beschreitet oder mit dem Rad befährt, kann sich auf viele unerwartete Erlebnisse gefasst machen. Der Weg lädt ein, die Augen zu öffnen und die Naturschätze um einen herum zu entdecken.

Ein Grashüpfer und ein Mini-Frosch hüpfen eilig aus dem Weg. Schafe recken die Hälse und schauen, wer vorbeikommt. Dagegen lässt sich das Mini-Pferd auf seiner Weide am Wegesrand nicht aus der Ruhe bringen. Unzählige Libellen tanzen in der Luft, verwunschene Teiche geben sich ganz in Grün. Der rund 5,5 Kilometer lange Pfad verläuft ziemlich geradlinig an den Ortsrändern der Römerberger Ortsteile entlang, selbst Teilstrecken sind lohnenswert. Er ist mit dem Rad gut befahrbar, mit Kinderwagen oder Gehhilfe ebenfalls zu meistern. Der Pfad umfasst neun Stationen, an denen Schautafeln über die Bewohner links und rechts des Wegs informieren. Beinahe alle Stationen sind mit Bänken und Tischen ausgestattet und laden nicht nur zur Rast ein, sondern empfehlen sich als Picknickplatz. Beginn ist bei den Vereinshäusern in der Großen Hohl in Berghausen. Die große Tafel weist darauf hin, was es allein hier rund um den Startpunkt zu entdecken gibt. Neben Maulbeerhecke und Rotdornbäumen gehören auch Dinge dazu, die der Mensch geschaffen hat, etwa der Obere und Untere Hohlbrunnen. Der Naturpfad führt vorbei an einer Streuobstwiese mit kleinem Spielplatz und Barfußpfad und an einem Wiesen-Museum, in dem alte landwirtschaftliche Geräte ihren Ruhestand verbringen. Nebenan finden Wildbienen und Co. ein sehr üppiges Insektenhotel vor. Die nächste Station erklärt, warum Nisthilfen notwendig sind und welches Tier welche Box bevorzugt. Anschauungsexemplare vermitteln einen ganz praktischen Eindruck. Nicht nur zum Anschauen, sondern auch zum Anfassen ist Station Nummer sechs. Sie zeigt einheimische Baumarten nicht nur im Bild, sondern auch ihr Holz im Quer- und Längsschnitt. Hier hat die Lokale Agenda, die den Natur-Lehr-Spiel-Pfad errichtet hat und ihn betreut, auch eine Trockenmauer geschaffen. Dieses Biotop zieht nicht nur Zauneidechsen und Sand-Thymian an, sondern auch Dunkle Erdhummeln, Rote Mauerbienen und andere Einheimische. Wer sich niederlässt und genau schaut, kann sie vielleicht entdecken. Endstation ist an den Mechtersheimer Tongruben. Seit dem Polder-Bau hat sich die Wegführung geändert. Der Abstecher zu dem Gewässer lohnt sich: Wasservögel liefern ein Konzert, gackern, pfeifen und schnattern. Ein Greifvogel sondiert aus der Luft die Lage. Auf einer Insel haben es sich Kormorane in der Mittagssonne gemütlich gemacht und werden von vielen anderen Gefiederten umschwommen und umflogen. Info Das Faltblatt zum Natur-Lehr-Spiel-Pfad ist online abrufbar unter www.vgrd.de, Rubrik: Gemeinden/ OG Römerberg/Lokale Agenda 21/ Natur-Lehr-Spiel-Pfad |yvw

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