Landau „Und sie bewegt sich doch“

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Nach monatelanger Vorarbeit rückt ein für die Protestanten der Pfalz wichtiger Termin näher: der 30. November, Tag des ersten Advents und zugleich der Presbyteriumswahlen in den mehr als 400 Kirchengemeinden der Evangelischen Landeskirche der Pfalz.

55 Gemeinden sind es allein im Bereich der Südlichen Weinstraße, davon 34 im Kirchenbezirk Landau und 21 im Kirchenbezirk Bad Bergzabern. Bis 8. Oktober mussten die Wahlvorschläge eingereicht sein und die als Bewerber in Betracht kommenden Gemeindeangehörigen ihr Einverständnis mit der Kandidatur erklärt haben. Das sind im Kirchenbezirk Landau 362 Männer und Frauen, aus deren Reihen insgesamt 215 Presbyter zu wählen sind. Im Kirchenbezirk Bad Bergzabern sind es 221, aus deren Kreis 137 die Chance auf einen Presbyteriumssitz haben. Wohnhaft sind im Kirchenbezirk Landau nach dem jüngsten Ermittlungsstand, den das Verwaltungsamt bekannt gegeben hat, 35.030 Gemeindeglieder, von denen 31.109 wahlberechtigt sind, in Bad Bergzabern 16.730 mit einem Wahlberechtigtenanteil von 15.159. Wählen darf bereits, wer am Wahltag das 14. Lebensjahr vollendet hat und seit mindestens zwei Monaten Mitglied in der Kirchengemeinde ist. Als Presbyter wählbar ist jedes Mitglied einer Kirchengemeinde, das am Wahltag das 18. Lebensjahr vollendet hat, konfirmiert und zur Übernahme des Amts und zur „Verpflichtung nach den gesetzlichen Bestimmungen“ bereit ist. Presbyterien sind die Leitungsgremien der Kirchengemeinden, denen Entscheidungen über Haushalt und Vermögen ebenso obliegen wie die Instandhaltung von Gebäuden, die Mitwirkung bei der Pfarrstellenbesetzung oder die Entwicklung eigener Vorstellungen für die Gottesdienstgestaltung, Jugendarbeit, Kirchenmusik oder im Bau- und Finanzwesen. Bis Donnerstag, 20. November, werden den Wahlberechtigten in den einzelnen Gemeinden die Wahl- und Briefwahlunterlagen zugestellt. Dabei ist es wichtig zu wissen, dass dem Wähler freisteht, ob er in seiner Gemeinde zu der ihm mitgeteilten Zeit in dem für ihn zuständigen Wahllokal abstimmen oder die „vereinfachte Briefwahl“ nutzen will. Dazu braucht er keinen eigenen Antrag zu stellen, da ihm die erforderlichen Unterlagen mit der Benachrichtigung zusammen mit einer genauen Beschreibung, wie er damit umgehen muss, schon vorgelegt werden. Der Wahlbrief muss dann aber auch spätestens bis zum Ablauf der Wahlzeit zurückgereicht werden, die in den einzelnen Gemeinden unterschiedlich festgesetzt sein wird. Die Gemeinden werden ebenfalls in jeweils eigener Entscheidung ihre Kandidatinnen und Kandidaten rechtzeitig bekanntmachen oder vorstellen, in der Landauer Stiftskirchengemeinde beispielsweise war dies mit einer Gemeindeversammlung nach dem Gottesdienst am Sonntag der Fall. Die Bekanntgabe der Wahlergebnisse erfolgt in der Stiftskirche im Gottesdienst am Sonntag, 6. Dezember. Am 11. Januar sollen hier dann auch die neu gewählten Presbyter ins Amt eingeführt werden. Pfarrämter, Kirchenbezirke und Landeskirche haben die Presbyteriumswahlen mit einem Großaufgebot an Informationen und aufklärenden Hinweisen vorbereitet und setzen auf eine starke Wahlbeteiligung; immerhin hatte sie im Kirchenbezirk Landau bei den letzten Wahlen vor sechs Jahren 32,6 Prozent betragen und im Bezirk Bad Bergzabern sogar 41,8 Prozent, für kirchliche Wahlen durchaus beachtliche Ergebnisse. Bergzabern stand damit an vierter Stelle unter den 20 Kirchenbezirken der Pfalz. (In Obermoschel waren damals 47,2, in Lauterecken 47,1 Prozent als höchste Anteile erreicht worden). „Mit ihrer Stimme geben Sie unserer Kirche ein Gesicht beziehungsweise viele Gesichter“, legt Bergzaberns Pfarrerin Angela Fabian den protestantischen Glaubensgenossen ans Herz. „Machen Sie mit, damit sich etwas tut in unserer Gemeinde und wir mit Freude und Zuversicht sagen können: Und sie bewegt sich doch“, damit bezieht sich Irma Schuler vom Stiftskirchenpresbyterium Landau auf das aktuelle Motto für die Presbyteriumswahl: „Kirche bewegen“. (hd)

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