Landau Tarifvertrag für Eberspächer Catem in Herxheim

Bei Eberspächer in Herxheim hatte es am 3. Juli einen Warnstreik gegeben. Am Mittwochabend gab es eine Einigung.  Foto: Iversen
Bei Eberspächer in Herxheim hatte es am 3. Juli einen Warnstreik gegeben. Am Mittwochabend gab es eine Einigung.

Beim Automobilzulieferer Eberspächer Catem in Herxheim, einem Hersteller von Autoheizungen, gibt es einen neuen Tarifvertrag. Darauf haben sich am Mittwochabend die IG Metall und das Unternehmen nach zweieinhalb Monaten in ihrer vierten Verhandlungsrunde verständigt. Die Beurteilung fällt unterschiedlich aus: Eberspächer spricht von einem Haustarifvertrag, weil der Flächentarifvertrag den Standort gefährdet hätte. Die IG Metall hebt hervor, dass, beginnend noch in diesem Monat mit einem Gehaltsplus von 4,3 Prozent, bis 2024 das Niveau des Tarifvertrags der Metall- und Elektroindustrie Pfalz erreicht werde. Nach Angaben von Ralf Köhler, Erster Bevollmächtigter der IG Metall in Neustadt, profitieren nach heutigem Stand 450 Beschäftigte und Leiharbeiter von der Einigung. Grundgehalt, Sonderzuschläge, Urlaubs- und Weihnachtsgeld, Boni und eine Altersteilzeitregelung würden schrittweise auf das Niveau des Tarifvertrages angehoben, beziehungsweise eingeführt. Dies bedeute Einkommenszuwächse von zehn bis 25 Prozent. Andreas Schwarzer – General Manager Eberspächer Catem, sprach von einem an die Bedürfnisse und Möglichkeiten des Unternehmens angepassten Haustarifvertrag. Der bedeute eine deutliche Erhöhung der Kosten am Standort. Belegschaft, Betriebsrat und Geschäftsleitung müssten nun gemeinsam daran arbeiten, durch Erhöhung der Produktivität diese Kostensteigerung aufzufangen.
Köhler sagte, er sehe viele glückliche Gesichter. Die Beschäftigten hätten nun ein Gefühl der Sicherheit, seien aber auch bereit, sich auf Änderungen einzulassen, die aufgrund der Umbrüche in der Automobilindustrie hin zur Elektromobilität erforderlich seien. Er wertet die Einigung als Bekenntnis zum Standort.


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