Landau / SÜW Sturmwarnung: So reagierten die Schulen

Vor knapp zwei Jahren war es auch in Landau glatt. Am Montag blieb es jedoch ruhig.
Vor knapp zwei Jahren war es auch in Landau glatt. Am Montag blieb es jedoch ruhig.

Schnee und Glatteis – in einigen Gebieten gab es Probleme. Einige Schulen in der Südpfalz haben ihren Schülern freigestellt, ob sie kommen wollen. Wie schlimm war es hier?

Die Warnungen am Sonntagabend klangen dramatisch: Der Deutsche Wetterdienst hat für den Montag großflächig vor Regen, Glatteis sowie regionalem Schneefall gewarnt. Einige Bundesländer haben darauf reagiert: Im ganzen Saarland blieben die Schulen auf Anordnung des Ministeriums für Bildung und Kultur geschlossen.

Auch in der Zweibrücker Gegend blieben einige Schulen geschlossen. Eigentlich ist der Zeitpunkt ungünstig, haben doch am Freitag in Rheinland-Pfalz die Abiturprüfungen begonnen. Doch: In den Schulen Zweibrückens konnten die Schüler zeigen, was sie können – denn die weiterführenden Einrichtungen blieben im Gegensatz zu den Grundschulen geöffnet. Doch wie sieht es hier aus?

BZA: Nur wenige Schüler machen frei

Zunächst einmal: Die prognostizierten Probleme blieben weitgehend aus. In Landau war von Glätte nichts zu sehen. Gefährdeter sind aber eher die Teile der Südpfalz, die am und im Pfälzerwald liegen. Schulen in Annweiler und Bad Bergzabern informierten zur Sicherheit ihre Schüler über die bestehende Warnung, und überließen ihnen und ihren Eltern die Entscheidung, ob sie zur Schule kommen wollten. Es könnte schließlich riskant sein. In Bad Bergzabern haben laut Angaben von Schulleiter Pete Allmann nur ein paar Schüler von einem freien Tag Gebrauch gemacht.

Auch den Schülern, die gerade ihre Abiturprüfungen ablegen sollen und etwas weiter von der Schule weg wohnen, wurde geraten, am besten in Bad Bergzabern zu übernachten. So sollten sie am Morgen sicher pünktlich mit der Reifeprüfung starten können. Laut Allmann waren alle Abiturienten am Montag anwesend und konnten regulär um neun Uhr beginnen.

Ruhige Lage in Landau

Das Trifelsgymnasium in Annweiler berichtet ebenfalls davon, dass alle Schüler informiert wurden und zusammen mit ihren Eltern frei entscheiden durften, ob sie zur Schule gehen oder nicht. Alles, inklusive der Abiturprüfungen, sei reibungslos verlaufen.

Anders hingegen in Landau. Da hier keinerlei witterungsbedingte Unbill zu sehen war, lacht IGS-Schulleiter Ralf Haug herzlich bei der Frage, ob es denn Einschränkungen an seiner Schule gegeben habe. Aus der Ruhe bringen hat er sich auch nicht lassen: Nein, er habe die Schüler nicht über die Unwetterwarnung informiert oder ihnen gar freigestellt, ob sie kommen wollen. Denn: Die zu erwartenden Auswirkungen seien nicht schlimm genug, eine Warnung hätte lediglich für unnötigen Aufruhr gesorgt. Bei wirklich schlimmen Witterungsverhältnissen wäre es natürlich wichtig, zu handeln und sich mit anderen Schulleitern abzustimmen, betont er. In der IGS kamen laut Haug alle Schüler und Abiturienten ganz normal zur Schule. Klar, denn das Unwetter hat sich in Landau auch nicht gezeigt.

x