Landau RHEINPFALZ Plus Artikel Studierendenwerk: Wohnheime wieder voll belegt

Wieder voll: Das Studierendenwohnheim in der Godramsteiner Straße.
Wieder voll: Das Studierendenwohnheim in der Godramsteiner Straße.

Die Wohnheimabteilung des Studierendenwerks meldet wieder eine fast vollständige Auslastung – immerhin. Doch die Krise ist noch nicht sicher überwunden.

„Sowohl die zeitweise Lockerung der Vergaberichtlinien, als auch die Verlängerung bestehender Mietverträge Studierender über die übliche Frist hinaus, haben die Lage für uns deutlich verbessert“, erklärt der kommissarische Leiter der Abteilung Wohnen des Studierendenwerks Vorderpfalz, Tobias Krause. Derzeit habe man wieder mehr Bewerber als freie Zimmer. Die 905 Wohnheimplätze des Werks in Landau, Ludwigshafen, Worms und Germersheim seien fast voll ausgelastet – und das ausschließlich mit Studierenden, sagt Studierendenwerk-Sprecher Thomas Mosthaf.

„Unsere Zukunftsprojekte, wie der Neubau in der Paul-von-Denis-Straße oder das Projekt mit Aldi in der Annweilerstraße müssen natürlich sehr sorgfältig geprüft werden, bis wir klarer sehen, wie es in naher Zukunft weitergeht“, meint Krause.

Krise überstanden? Abwarten

Dass die Krise des Werks infolge der Corona-Pandemie überstanden ist, sei noch nicht ausgemacht, sagt P Mosthaf. Denn: „Im Bereich Hochschulgastronomie bleibt noch abzuwarten, was ein Wintersemester mit zehn bis 30 Prozent Präsenzlehre wirklich wirtschaftlich bedeutet.“

Das Studierendenwerk hatte vor einigen Monaten Alarm geschlagen: Der Umsatzeinbruch infolge der Corona-Pandemie war drastisch. Das Sommersemester wurde zum digitalen Semester, die Studierenden mussten die Veranstaltungen nicht besuchen. Folge: 96 Prozent weniger Umsatz in den Mensen, 40 Prozent der Wohnheimplätze standen leer. Die Verträge von mehr als 50 Mitarbeitern wurden nicht verlängert. Durch die Verlängerung der erleichterten Kurzarbeit hatte sich die Lage bei den Studierendenwerken bereits ein wenig entspannt.

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