Landau Streik: Mitarbeiter bei Constellium wollen’s wissen
Die IG Metall hat nicht lange gefackelt: Nach der Urabstimmung hat sie den für gestern angekündigten Arbeitskampf bei der Constellium Extrusions Landau GmbH auch begonnen (wir berichteten bereits am Freitag).
Seit 5.30 Uhr wird der Betrieb bestreikt, wie die Gewerkschaftssekretärin Eri Feuerbach von der IG Metall Neustadt mitteilte. Heute geht es weiter. Constellium hat sein Werk im Landauer Stadtdorf Mörlheim. Der Arbeitgeber drohe mit Aussperrung, so Feuerbach weiter, gleichwohl habe es ein Gesprächsangebot gegeben, das allerdings nicht ernst zu nehmen sei. Der französische Konzern, der Aluminiumprofile für Bauwirtschaft, Luftfahrt, Automobil- und Verpackungsindustrie herstellt, hat in Deutschland drei Standorte. In Landau arbeiten rund 130 Beschäftigte, die mit 84,3 Prozent für einen unbefristeten Arbeitskampf gestimmt haben. Im baden-württembergischen Crailsheim arbeiten rund 160 Leute, die sich zu 94 Prozent ebenfalls für einen Arbeitskampf ausgesprochen haben. Dazu kommt noch ein Werk in Burg in Sachsen-Anhalt mit 80 Mitarbeitern, wo noch nicht abgestimmt worden sei, so Feuerbach. Während die IG Metall noch am Donnerstag meinte, dass zunächst für zweieinhalb Tage gestreikt werden solle, meinte gestern Feuerbach: „Wir sind im unbefristeten Streik. Wir wollen die Tarifbindung.“ Im März hatte es bereits zwei Warnstreiks in Landau gegeben, weil das Unternehmen Ende 2017 aus dem Arbeitgeberverband ausgetreten ist und den im Februar vereinbarten Tarifvertrag der Metall- und Elektroindustrie nicht übernehmen will.